Bundesamt für Naturschutz

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OptiMoor - Optimierung von Hochmoorsanierung auf landwirtschaftlich vorgenutzten Standorten zur Erhöhung von Biodiversität und Kohlenstoffspeicherung

Förderschwerpunkt:

Dem Klimawandel begegnen: Naturschutzmaßnahmen zum aktiven Klimaschutz


Ort:

Hankhauser Moor, Landkreis Ammerland, Niedersachsen


Laufzeit:

09/2016 - 08/2019 (Hauptvorhaben)

09/2016 – 06/2021 (wissenschaftliche Begleitung)


Kurzbeschreibung:

Bisherige Hochmoorsanierungen beschränken sich vor allem auf ehemalige Torfabbauflächen sowie nur leicht geschädigte noch naturnahe Hochmoorrestflächen. Die Sanierung landwirtschaftlich intensiv genutzter Hochmoorstandorte ist vor dem Hintergrund des Klimawandels und der Bedeutung dieser Standorte hinsichtlich der Emission von Treibhausgasen sowie der nur noch sehr geringen Restbestände von intakten oder zumindest naturnahen Hochmoor-Ökosystemen dagegen erst in den letzten Jahren in Erwägung gezogen worden. Praktische Erfahrungen mit der Sanierung solcher vor allem in Nordwestdeutschland weit verbreiteten Hochmoorgrünlandstandorte und wissenschaftliche Erkenntnisse fehlen noch.

Gegenstand des Vorhabens ist daher die Erprobung der Sanierung von bisher landwirtschaftlich intensiv genutztem entwässertem Hochmoorgrünland mit dem Ziel der Revitalisierung des Moores, d.h. der Wiederansiedlung einer hochmoortypischen Lebensgemeinschaft mit neuerlichem Torfwachstum bei gleichzeitiger Minderung der entwässerungsbedingten Treibhausgasemissionen.


Foto vom Versuchsaufbau im Hankhauser Moor

Dazu werden auf einer Modellfläche im Hankhauser Moor in verschiedenen Sanierungsvarianten auf bisher entwässertem, intensiv genutztem Grünland die Vegetationsschicht bzw. der durch die landwirtschaftliche Nutzung und Entwässerung veränderte Oberboden bis in verschiedene Tiefen abgetragen, die Flächen bis an die neu geschaffene Oberfläche wiedervernässt und ein Teil der Varianten mit Torfmoosen beimpft.

So soll erprobt werden, welche Ausgangsbedingungen für die Wiederansiedlung einer hochmoortypischen Artenzusammensetzung und ein zukünftiges Torfmooswachstum am erfolgversprechendsten sind und welche Ökosystemleistungen damit jeweils zu erreichen sind. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung werden Treibhausgasemissionen, Nährstoffentwicklung, Veränderungen im Relief sowie Entwicklung der Vegetation und Fauna auf den Flächen ermittelt. Aus den Ergebnissen soll dann eine übertragbare Sanierungsanleitung für entwässertes und landwirtschaftlich intensiv genutztes Hochmoorgrünland abgeleitet werden.


Projektträger:

Europäisches Fachzentrum Moor und Klima GmbH (EFMK)(Hauptvorhaben)
Auf dem Sande 11
49419 Wagenfeld/Ströhen

Universität Rostock (wissenschaftliche Begleitung)
AG Landschaftsökologie und Standortkunde
Justus-von-Liebig-Weg 6
18059 Rostock


Fachbetreuung im BfN:

Dr. Karin Ullrich, FG II 2.1 (Hauptvorhaben)

Stefanie Heinze, FG II 2.1 (wissenschaftliche Begleitung)


Projektförderer:

Bundesamt für Naturschutz, NBank, Europäisches Fachzentrum Moor und Klima GmbH


Finanzvolumen:

1.133 TEuro


Weitere Information:

http://optimoor.de/


Letzte Änderung: 09.08.2017

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