Bundesamt für Naturschutz

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Lebensräume (Biotope)

Zusammenfassung der Erhaltungszustände der Lebensraumtypen in Deutschland

Zustand der FFH-Lebensraumtypen hat sich insgesamt verschlechtert

Die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) der Europäischen Union schützt europaweit bedrohte oder sehr seltene Lebensraumtypen (so genannte „Lebensraumtypen von gemeinschaftlichem Interesse“). Der Schutz zielt darauf ab, dass diese Lebensraumtypen einen günstigen Erhaltungszustand erreichen. Dies ist bei etwas mehr als einem Viertel der FFH-Lebensräume der Fall. Der Großteil zeigt einen unzureichenden oder schlechten Erhaltungszustand.


Nach dem FFH-Bericht 2013 befinden sich etwas mehr als ein Viertel der FFH-Lebensraumtypen in einem günstigen und über zwei Drittel in einem unzureichenden oder schlechten Zustand. Insgesamt schneidet die alpine Region (44 Lebensraumtypen) mit 64 Prozent „günstig“-Bewertungen und nur 7 Prozent „schlecht“-Bewertungen von den biogeografischen Regionen am besten ab. In der atlantischen Region (65 Lebensraumtypen) sind nur 17 Prozent in einem günstigen Zustand, wogegen 48 Prozent als schlecht beurteilt wurden. Die kontinentale Region (83 Lebensraumtypen) nimmt mit 30 Prozent „schlecht“-Bewertungen eine Mittelstellung ein. Hier überwiegen die „unzureichend“-Bewertungen mit 51 Prozent.

Die schlechteren Bewertungen für die norddeutschen Tiefländer und die Mittelgebirgsräume sind darauf zurückzuführen, dass diese Regionen mit ihrer dichten Besiedlung und oft gut nutzbaren ebenen Flächen (Börden) allgemein einem sehr viel höheren Nutzungsdruck mit Flächeninanspruchnahme unterliegen, als dies beispielsweise im Hochgebirge der Fall ist.