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Bundesamt für Naturschutz

Trockenhänge an Saale und Unstrut

Naturschutzgroßprojekte
Gebiete und Lebensräume
Die besonders schützenswerten und gefährdeten offenen und halboffenen Trockenlebensräume an Saale und Unstrut (insbesondere Magerrasen und Felsstandorte) sollen über angepasste Nutzungsformen, wie Beweidung, Entbuschung und extensive Pflege erhalten und entwickelt werden. Mit der zu erstellenden Pflege- und Entwicklungsplanung werden die fachlichen Grundlagen für ein dauerhaftes Management unter möglichst starker Einbindung lokaler Akteur*innen gelegt.
Programm
Naturschutzgroßprojekte
Bundesland
Sachsen-Anhalt
Laufzeit
bis
Förderkennzeichen
3524000202
Finanzvolumen (Bundesmittel)
1.200.000 Euro
Projektfläche
3.972,0 Hektar
Federgräser wiegen sich auf dem blütenreichen Steppenrasen am Unstruthang bei Nebra im Wind.
Federgräser wiegen sich auf dem blütenreichen Steppenrasen am Unstruthang bei Nebra im Wind. Bei einer Pflege durch Beweidung gedeihen hier seltene Arten, die mit den extrem trockenen Bedingungen zurechtkommen.
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Beschreibung

Ziel des Naturschutzgroßprojekts ist es, Offenlandlebensräume durch eine naturschutzgerechte Bewirtschaftung dauerhaft zu erhalten. Das Projekt eröffnet der Landschaftspflege durch Weidetiere in der Region eine Zukunftsperspektive, indem großflächig die strukturellen Voraussetzungen für eine langfristig tragfähige Bewirtschaftung von Trockenlebensräumen geschaffen werden – etwa durch Entbuschungen, das Errichten von Weideinfrastruktur, die Beweidung, die Verbesserung der Zuwegung sowie den gesicherten Flächenzugriff. Mit der Umsetzung solch ersteinrichtender Maßnahmen soll ein dauerhaftes Management unter Einbindung lokaler Akteur*innen etabliert werden. So können Artenschutz und extensive Weidetierhaltung Hand in Hand gehen und sowohl die einzigartige Biodiversität der Region stärken als auch die charakteristische Kulturlandschaft an Saale und Unstrut bewahren.

Um den Pflegebedarf der Trockenlebensräume in der Projektkulisse großräumig zu erfassen, wird in der Projekt I ein Pflege- und Entwicklungsplan erstellt. Auf Grundlage von Biotopkartierungen, Erfassungen ausgewählter Tier- und Pflanzenarten sowie einer sozioökonomischen Studie – und in enger Zusammenarbeit mit Nutzer*innen, Eigentümer*innen und weiteren Akteur*innen vor Ort – werden für jede Fläche konkrete Entwicklungsziele formuliert. Darauf aufbauend werden notwendige Pflegemaßnahmen entwickelt. Ergänzend entstehen Konzepte zur Flächensicherung, Lenkung von Besuchenden und Öffentlichkeitsarbeit.

Fördermaßnahmen 

  • Auswertung vorhandener Planungen
  • Erarbeitung eines Pflege- und Entwicklungsplans für den projektbezogenen Planungsraum und einer sozioökonomischen Studie
  • Projektbegleitende Informationsmaßnahmen 
  • externe Moderation
  • Personalausgaben
  • Sachausgaben und Reisekosten
  • vorbereitende Maßnahmen Flächenankauf
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Projektleitung

Geo-Naturpark „Saale-Unstrut-Triasland“ e.V.

Förderung durch

Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), des Ministeriums für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt (MWU ST) sowie des Geo-Naturparks Saale-Unstrut-Triasland e.V.

Kontakt im BfN

Fachgebiet II 2.1 Gebietsschutz, Wildnis, Nationales Naturerbe