NaturschutzDigital
Hintergrund
Rasante Entwicklungen im Bereich Digitalisierung tragen zum gesellschaftlichen Wandel bei und verändern auch die Arbeit des Naturschutzes selbst. Für Naturschutzakteure ist es daher wichtig zu fragen: Welche Auswirkungen haben digitale Trends auf Biodiversität und Natur sowie auf den Naturschutz? Wie können neue digitale Methoden, Prozesse und Anwendungen die Naturschutzarbeit in Forschung und Praxis unterstützen? Wie sollten Naturschutzbelange in den übergreifenden Digitalisierungsdiskurs eingebracht werden? Die BfN-Tagungsreihe NaturschutzDigital bietet für diese Leitfragen eine Gelegenheit zum Dialog und zur Vernetzung.
Die inhaltlichen Schwerpunkte der NaturschutzDigital-Tagungen wechseln von Jahr zu Jahr. Im Fokus stehen praxisorientierte Diskussionen über digitale Technologien und damit verbundene Auswirkungen, Einsatzmöglichkeiten und Erfahrungen. Die Dialogveranstaltungen sind interdisziplinär und richten sich an eine breite Zielgruppe von Fachleuten aus dem behördlichen und praktischen Naturschutz, der Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie aus Unternehmen. Es handelt sich in der Regel um mehrtägige Präsenzveranstaltungen an der Internationalen Naturschutzakademie auf Vilm. Die Tagungsreihe wird gefördert mit Mitteln des Umweltministeriums und läuft im Rahmen des aktuellen Förderzeitraums bis 2029 (FKZ: 3522890700, FKZ: 3526890600).
NaturschutzDigital 2026
Die Tagung findet vom 2. bis 5. November 2026 zum Thema „Generative Künstliche Intelligenz im Naturschutz: Perspektiven aus Forschung und Praxis“ statt.
weiterführender Inhalt
NaturschutzDigital 2025
Die NaturschutzDigital 2025 befasste sich mit der naturverträglichen, digitalen Aktivitätslenkung im Bereich Tourismus und Sport. Immer mehr Menschen planen und navigieren ihre Freizeitaktivitäten in der Natur mit Hilfe von Outdoor-Apps und digitalen Kartendiensten (z.B. Komoot, Google Maps). Allerdings sind Naturschutzinformationen, insb. Schutzgebiete und dortige Verhaltensregeln, in diesen Diensten nicht umfassend enthalten. Das Ziel der Tagung war daher, zum Bewusstsein über diese Problematik beizutragen, Verantwortlichkeiten von Akteuren zu reflektieren sowie Lösungsoptionen für eine verbesserte, behördliche Datenbereitstellung zu diskutieren.
NaturschutzDigital 2024
Modellierungsansätze gelten als essenzielles Werkzeug im praktischen und behördlichen Naturschutz. Vor dem Hintergrund von Biodiversitätsverlust, Klimawandel und ambitionierten Renaturierungszielen steigt der Bedarf, komplexe ökologische Zusammenhänge zu analysieren, Szenarien zu bewerten und fundierte Entscheidungen vorzubereiten. Auf der NaturschutzDigital 2024 zum Thema „Modellierung im Naturschutz“ wurden daher fachliche Anforderungen, der Stand von Modellierungsanwendungen sowie Perspektiven für eine Integration der methodischen Ansätze in die Naturschutzarbeit diskutiert.
NaturschutzDigital 2023
Neue Technologien und digitale Anwendungen, wie Online-Portale, Apps, digitale Spiele & Virtual Reality, können auf kreative Weise zur Vermittlung von Naturschutzwissen und Naturerleben eingesetzt werden – doch es gibt auch Herausforderungen bei der Umsetzung in der Praxis. Die NaturschutzDigital 2023 legte daher den Fokus auf das Thema „Innovative Digitalformate in der Naturschutzbildung“ und gab den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über Ideen digitaler Anwendungen in der Bildungsarbeit sowie über praktische Erfahrungen und Tipps auszutauschen.
NaturschutzDigital 2022
In 2022 fand die Tagung zum Thema „Künstliche Intelligenz im Naturschutz“ statt. Zum damaligen Zeitpunkt waren KI-Projekte und Anwendungsfälle des Maschinellen Lernens speziell im Naturschutzbereich noch recht wenig bekannt – und das nicht nur in der allgemeinen Öffentlichkeit, sondern auch unter vielen Naturschutzexpertinnen und -experten. Ziel der NaturschutzDigital 2022 war es daher, die Potenziale und Herausforderungen von KI grundlegend zu diskutieren sowie die unterschiedlichen Anwendungsfelder und Perspektiven auf den Einsatz von KI im Naturschutz sichtbar zu machen.
NaturschutzDigital 2021
Die erste Veranstaltung in 2021 fand pandemiebedingt online statt. Grundlegendes Ziel war eine thematisch breit angelegte, erste Annäherung an das Themenfeld "Naturschutz und Digitalisierung", um die Themenfülle der Bezugspunkte, Anwendungsbereiche und Schwerpunkte zu identifizieren sowie um Chancen und Risiken einzelner Themen zu diskutieren. Die vielfältigen Tagungsbeiträge befassten sich mit der Digitalisierung vor dem Hintergrund von Monitoring, Datenmanagement, Naturschutzvollzug, Bildung und Partizipation sowie den verschiedenen Formen der Landnutzung.