Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Welterbekonvention der UNESCO (1972)


Logo der Welterbekonvention

Convention concerning the Protection of the World Cultural and Natural Heritage (WHC)


Vertragsparteien:

193 (Stand Februar 2018), Deutschland ist Mitglied seit 1976


Ziel:

Durch die von den Mitgliedsstaaten der UNESCO geschlossene Konvention verpflichten sich die Vertragsstaaten Kultur- und Naturgüter mit einem außergewöhnlichen universellen Wert für die gesamte Menschheit zu schützen und zu erhalten.


Funktionsweise:

Das wichtigste Instrument der Konvention ist die Welterbeliste, in welche Kultur- und Naturgüter aufgenommen werden, die die Kriterien der dazugehörigen Arbeitsrichtlinien erfüllen. Unter die Definition der Kultur- und Naturgüter fallen u.a. Natur- und Kulturlandschaften, geologische Formationen, Monumente oder historische Stadtlandschaften die von überragender weltweiter Bedeutung sind. Vertragsstaaten können die Aufnahme entsprechender Stätten innerhalb ihrer Grenzen beantragen. Sie erkennen damit die globale Bedeutung dieser Stätten an und verpflichten sich zu ihrem Erhalt. Seit 1992 können auch Kulturlandschaften als Welterbe anerkannt werden. Weiterhin werden Welterbestätten, die einer besonderen Bedrohung ausgesetzt sind und dadurch verstärkter Schutzmaßnahmen bedürfen in der "Liste des gefährdeten Welterbes" aufgeführt. Mit Hilfe des "Welterbe-Fonds" können Sicherungsmaßnahmen finanziert werden.

Derzeit umfasst die Welterbeliste 1031 Stätten in 163 Staaten. Dabei handelt es sich um 802 Kultur- und 197 Naturgüter sowie um 32 so genannte "Mixed Sites", die sowohl als Kultur- als auch als Naturerbestätte eingeschrieben sind. Von den insgesamt 40 Welterbestätten in Deutschland zählen drei zu den Naturgütern (Das Wattenmeer; Grube Messel und die Alten Buchenwälder Deutschlands), bei den restlichen 37 handelt es sich um Kulturerbestätten.


Sekretariat:

World Heritage Centre - UNESCO
7, Place de Fontenoy
75352 Paris 07 SP, France
Tel.: 33 1 45 68 15 71
Fax: 33 1 45 68 55 70
E-Mail: wh-info@unesco.org


Aktivitäten des BfN:

Stellungnahmen zu Vorhaben der Bundesländer, neue Welterbegebiete auszuweisen; Betreuung von Forschungsvorhaben zur Identifizierung potentieller Welterbegebiete, Teilnahme an Sitzungen des Welterbekomitees.


Aktuelles

Tagungsdokumentation "Natur trifft Kultur - Kultur trifft Natur" Erfahrungsaustausch UNESCO Weltnatur- und Kulturerbe in Deutschland, 30.05.2016

Letzte Änderung: 10.04.2018

 Artikel drucken