Bundesamt für Naturschutz

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Kurz erklärt: Die Förderung des Bundesprogramms Biologische Vielfalt

Transkript zum Video „Kurz erklärt: Projektförderung im Bundesprogramm Biologische Vielfalt“

Das ist Frau Kaluna. Sie plant als Vorsitzende eines Verbandes mit ihren Partnern ein mehrjähriges Projekt, das zur Umsetzung der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt beiträgt. Die Projektidee ist schon ziemlich konkret, auch Kooperationspartner sind bereits gefunden. Was fehlt, ist Geld zur Umsetzung. Das soll aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt kommen. Mit diesem Förderprogramm unterstützen das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz repräsentative Projekte, die zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt in Deutschland beitragen.

Zunächst prüft Frau Kaluna, ob ihr Projekt überhaupt den Förderkriterien des Bundesprogrammes entspricht.

[Texteinblendung: biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm]

Auf der Webseite des Programms findet sie alle nötigen Informationen zu Förderzielen, Förderschwerpunkten und zum Antragsverfahren. Sie liest, dass Projekte grundsätzlich gefördert werden können, wenn ein erhebliches Bundesinteresse an der Durchführung des Projektes besteht, wenn die geplanten Maßnahmen über das hinausgehen und ergänzen wozu die Bundesländer rechtlich verpflichtet sind und wenn sie das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische Vielfalt stärken und die Zusammenarbeit der Akteure fördern. Wichtig ist auch, dass die Projekte noch nicht gestartet sind und in einem Zeitraum von maximal sechs Jahren durchgeführt werden können.

Als nächstes will Frau Kaluna klären, wie hoch die Fördersumme sein kann und ob es Projektkosten gibt, die nicht übernommen werden. Dazu lädt sie die Förderrechtlinie herunter. Darin steht, dass die Fördersumme grundsätzlich nicht beschränkt ist und das Bundesprogramm in der Regel 75 Prozent der Projektausgaben fördert. Als Projektträgerin muss sie einen angemessenen Eigenanteil aufbringen. Der Restbetrag kann dann auch durch Drittmittel, zum Beispiel von Kommunen, Bundesländern, Stiftungen oder Firmen gedeckt werden. Forschung ist allerdings nur bedingt, im Rahmen von Begleitforschung, förderfähig.

Das klingt alles sehr gut. Frau Kaluna will die Förderung nun beantragen. Um zu prüfen in welchen Förderschwerpunkt sie ihr Projekt einordnen kann, schaut sie sich auf der Webseite die Förderschwerpunkte und einige Beispielprojekte an. Dann reicht sie eine Projektskizze ein. Dafür verwendet sie die Mustergliederung von der Webseite. Punkt für Punkt arbeitet sie diese durch und macht alle notwendigen Angaben. Zum Schluss fügt sie noch den Finanzierungsplan an. Auch dafür findet sie ein Muster auf der Webseite. Die fertige Projektskizze schickt sie per E-Mail an das BfN. Wird ihre Projektskizze positiv bewertet, meldet sich das Programmbüro, das vom BfN mit der Umsetzung des Förderprogramms beauftragt und beim DLR-Projektträger angesiedelt ist, bei Frau Kaluna und fordert sie auf, einen förmlichen Förderantrag zu stellen. Es teilt ihr genau mit, welche Angaben und Unterlagen sie noch beifügen muss. Dazu gehören auch ein detaillierter Finanzierungsplan und ein Konzept zur Evaluation.

Der Finanzierungsplan stellt dar, wie viel Budget für einzelne Leistung wie Personal, Maßnahmen oder Kommunikation benötigt wird. Für die Evaluation findet sie einen Leitfaden auf der Webseite. Den fertigen Antrag reicht sie dann über das elektronische Antragssystem easy-Online ein. Öfter sind dann noch einzelne Details zu klären oder Unterlagen nachzureichen. Das Programmbüro unterstützt Frau Kaluna gerne bei allen Fragen. Wenn alle erforderlichen Unterlagen vorliegen und positiv geprüft wurden, werden die Fördermittel bewilligt und Frau Kaluna erhält einen entsprechenden Förderbescheid vom Bundesamt für Naturschutz. Danach können Frau Kaluna und ihre Partner mit der Umsetzung des Projektes beginnen.