Bundesamt für Naturschutz

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Nationales Naturerbe

Monitoring auf Flächen des Nationalen Naturerbes

Buchenwald auf der DBU-Naturerbefläche Prora (Mecklenburg-Vorpommern).
Thomas Stephan / © Bundesamt für Naturschutz

Vilm, 11.07.2019

Mit der Initiative des Nationalen Naturerbes (NNE) wurden für den Naturschutz bedeutsame Flächen des Bundes unentgeltlich an Länder, die DBU sowie Naturschutzorganisationen übertragen. Ein Teil der NNE-Flächen ist beim Bund verblieben, der hier die Naturschutzaufgaben übernimmt. Insgesamt sind aktuell 156.000 Hektar als Naturerbeflächen gesichert; an diese sind hohe Naturschutzanforderungen gestellt. So wird in den Waldbereichen die natürliche Entwicklung zugelassen, wertvolle Offenlandökosysteme sind dagegen zu erhalten und ggf. zu entwickeln.

Über das Monitoring werden Zustand und Entwicklung der Flächen und ihrer Elemente beobachtet und dokumentiert. Um belastbare Aussagen über lange Zeiträume bereitstellen zu können, werden mit Bezug zu den Zielstellungen Kernparameter identifiziert und nach definierten und standardisierten Methoden erfasst. Der Einsatz einheitlicher Methoden gewährleistet die Vergleichbarkeit der Daten über die Einzelfläche hinaus. Gleichzeitig wird angestrebt, das Monitoring möglichst kostenextensiv und einfach in der Umsetzung zu gestalten.

Auf der Tagung wurden die bereits entwickelten NNE-Monitoringkonzepte für die Erfassung der Waldentwicklung und der Brutvögel sowie zur Fotodokumentation vorgestellt und erste Erfahrungen und Ergebnisse ausgetauscht. Als ein zukünftiges weiteres Modul für das NNE-Monitoring wurden Tagfaltererfassungen diskutiert. Zudem erfolgten Erfahrungsberichte zu weiteren bereits umgesetzten Beobachtungsansätzen auf NNE- und weiteren Naturschutzflächen.

Das Angebot zum Austausch über Fragen der praktischen Umsetzung, der Auswertung und Haltung der Daten sowie zur Einbindung des Ehrenamtes wurde intensiv genutzt. Die Tagungsbeiträge und Diskussionsergebnisse werden in einem BfN-Skript zusammengefasst. Die Ergebnisse des Workshops fließen in ein geplantes Forschungsvorhaben für die Erarbeitung eines übergreifenden Gesamtkonzepts des Monitorings auf Flächen des Nationalen Naturerbes ein. (Foto: Thomas Stephan / © Bundesamt für Naturschutz)