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Bundesamt für Naturschutz

Grünes Band Dreiländereck Bayern – Sachsen – Thüringen: Neues Naturschutzgroßprojekt startet

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesumweltministerium
Presse
Naturschutzgroßprojekte
06.07.2026
Berlin/Bonn
Anlässlich des Beginns des Naturschutzgroßprojekts „Grünes Band Dreiländereck Bayern – Sachsen – Thüringen“ besucht die Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesumweltministeriums Bettina Hagedorn das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth am Grünen Band. Ziele des Projektes sind es, den länderübergreifenden Biotopverbund entlang und ausgehend vom Grünen Band ökologisch zu stärken und Naturschutz und Deutsch-Deutsche Geschichte gemeinsam erlebbar zu machen. Die Bundesregierung fördert das Vorhaben im Rahmen des Förderprogramms „chance.natur“ mit 813.000 Euro.
Ausschnitt des Projektgebietes westlich Sachsgrün: Kolonnenweg, Kfz-Sperrgraben und verschiedene Offenlandbiotope, angereichert mit einzelnen Gehölzstrukturen sind typisch für das sächsische Grüne Band.
Im sächsischen Grünen Band ist es wie hier, westlich Sachsgrün, besonders gut gelungen, die wertgebenden Offenlandbiotope durch ein schutzgutkonformes Nutzungs- und Pflegeregime zu erhalten.

Parlamentarische Staatssekretärin Bettina Hagedorn: „Dieses Projekt steht beispielhaft für die enge Zusammenarbeit und das gemeinsame Engagement der drei Freistaaten Bayern, Sachsen und Thüringen, dem Bund und dem BUND für das Grüne Band. Hier entstehen zusammenhängende Lebensräume, in denen nicht nur Tiere und Pflanzen geschützt werden, sondern auch eine einzigartige Landschaft und die Erinnerung an die Teilung und friedliche Wiedervereinigung Deutschlands bewahrt bleibt. Das dient der Erinnerungskultur, schafft Erholungsräume und leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum länderübergreifenden Biotopverbund als Teil der natürlichen Infrastruktur. Die Einbindung von Bevölkerung, Verwaltungen und Betrieben in die Planung verbindet Naturschutz mit regionaler Identität und deutsch-deutscher Geschichte.“

Die Bundesregierung stellt dem Planungsprojekt von „Grünes Band Dreiländereck Bayern – Sachsen – Thüringen“ rund 813.000 Euro aus dem Förderprogramm "chance.natur - Bundesförderung Naturschutz" zur Verfügung. Weitere Finanzmittel stellen die Freistaaten Bayern, Sachsen und Thüringen in Höhe von rund 163.000 Euro und der BUND als Projektnehmer in Höhe von rund 108.000 Euro bereit. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) betreut das Projekt fachlich und administrativ.

Im Rahmen des dreijährigen Planungsprojektes wird nun gemeinsam mit den vielfältigen regionalen Akteur*innen im Projektgebiet ein Pflege- und Entwicklungsplan erarbeitet und abgestimmt. Die geplanten Maßnahmen sollen anschließend über einen Zeitraum von zehn Jahren in einem Umsetzungsprojekt vor Ort realisiert werden.

Das Grüne Band und die angrenzenden wertvollen Lebensräume und Bachtäler im projektbezogenen Planungsraum sind Teil des länderübergreifenden Biotopverbunds. Der Biotopverbund ist nicht nur entscheidend für einen erfolgreichen und nachhaltigen Naturschutz in Deutschland, sondern trägt auch maßgeblich zum Erhalt der Funktionsfähigkeit der Natur und der Lebensräume für Pflanzen- und Tierwelt bei. Nur gemeinschaftlich und mit der Unterstützung aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft wird der Biotopverbund für Natur und Menschen als wichtige Grundlage für Wertschöpfung zur Erfolgsgeschichte.

Hintergrund

Der Bund trägt mit seinem Förderprogramm „chance.natur“ zur Sicherung und Entwicklung von Lebensräumen heimischer Arten und ihrer bedeutenden Ökosystemfunktionen in Deutschland bei. Die Bundesförderung besteht seit 1979. Seitdem wurden rund 550 Millionen Euro an Bundesmitteln für insg. 93 Naturschutzgroßprojekte zur Sicherung und Entwicklung bundesweit bedeutsamer Landschaftsausschnitte mit einer Gesamtfläche von über 7.500 Quadratkilometern bereitgestellt.

Das Bundesförderprogramm „chance.natur“ hat sich zum Ziel gesetzt, die herausragenden repräsentativen Landschaften Deutschlands zu fördern und zu sichern, wenn akute Gefährdungen vorliegen und weitere zentrale Förderkriterien wie Großflächigkeit, Naturnähe, Repräsentanz und Beispielhaftigkeit erfüllt werden.

Kontakt im BfN

Bundesamt für Naturschutz
Stabsstelle PK Strategische Planung und Kommunikation
0228 8491-4444
Konstantinstr. 110, 53179 Bonn
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