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Bundesamt für Naturschutz

Ermittlung der Grundlagen für ein Monitoring der Umweltwirkungen von gentechnisch veränderten Mikroorganismen (GVM)

Ressortforschungsplan
Biotechnologie und Gentechnik
Die rasante Entwicklung neuer gentechnischer Methoden ermöglicht es Mikroorganismen für die kommerzielle Nutzung im Freiland zu entwickeln. Für ihr Monitoring fehlen jedoch geeignete Konzepte und Methoden. Das Projekt entwickelt Grundlagen, prüft bestehende Monitoringprogramme und untersucht Fragestellungen rund um Nachweis, Ausbreitung und Umweltauswirkungen von GVM.
Programm
Ressortforschungsplan
Laufzeit
bis
Förderkennzeichen
3523840400
Finanzvolumen (Bundesmittel)
319.950 Euro

Beschreibung

Hintergrund

Die rasante Entwicklung neuer gentechnischer Methoden ermöglicht es nicht nur Agrarpflanzen, sondern zunehmend auch Mikroorganismen wie Algen, Bakterien und Viren für die kommerzielle Nutzung im Freiland zu entwickeln. Die Bandbreite möglicher Einsatzgebiete von gentechnisch veränderten Mikroorganismen (GVM) ist groß und umfasst z.B. die Bioremediation kontaminierter Böden und Gewässer, die Immunisierung von Nutz- und Wildtieren gegen Krankheitserreger und die Verbesserung der Bodenqualität im Landwirtschaftsbereich. Entsprechend wird an sehr unterschiedlichen Arten von GVM geforscht, die sich hinsichtlich ihre Verbreitungsmerkmale, ökologischer Eigenschaften und der aufnehmenden Umwelt stark unterscheiden.

Maßnahmen

Im Rahmen des gesetzlich vorgeschriebenen Monitorings von gentechnisch veränderten Organismen sollen potentielle Umweltauswirkungen von GVM erfasst werden. Allerdings fehlen bislang etablierte Konzepte und Methoden für ein GVM-Monitoring. Besondere Herausforderungen ergeben sich durch das potentiell hohe und unvorhersehbare Verbreitungspotential von GVM, sowie das starke Anpassungspotential durch Mutationen und horizontalen Gentransfer. Zudem ist das Wissen über die biologische Vielfalt von Mikroorganismen, die Zusammensetzung mikrobieller Lebensgemeinschaften und ihrer Rolle im Ökosystem gering, was die Identifizierung von Umwelteffekten durch GVM zusätzlich erschwert.

Ziele des Projektes

Mit dem vorliegenden Projekt sollen grundlegende Anforderung an ein GVM-Monitoring identifiziert und die Eignung bestehender Monitoringprogramme für das GVM-Monitoring überprüft werden. Dabei sollen folgende Fragestellungen adressiert werden: 

  1. Wie können GVM in der Umwelt nachgewiesen werden? 
  2. Wie können räumliche und zeitliche Ausbreitungsdynamiken erfasst werden? 
  3. Wie können Auswirkungen von GVM auf spezifische Umwelt- und Naturschutzziele erfasst werden? 

Das Forschungsvorhaben soll die Grundlagen für ein GVM-Monitoring erarbeiten, relevante Wissenslücken und Forschungsbedarfe identifizieren und die Entwicklung von Richtlinien zum GVM-Monitoring unterstützen.

Projektleitung

Umweltbundesamt Österreich GmbH, Leibniz Institut Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen

Förderung durch

BMUKN

Kontakt im BfN

Fachgebiet I 3.2 Bewertung Synthetische Biologie, Vollzug und Gentechnikgesetz
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