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Bundesamt für Naturschutz

Gentechnisch veränderte Organismen in naturnahen und natürlichen Ökosystemen

Ressortforschungsplan
Biotechnologie und Gentechnik
Anhand von Fallbeispielen wird dargestellt, welche ökologischen Auswirkungen die Etablie-rung einer gentechnisch veränderten Art in natürlichen Lebensräumen nach sich ziehen kann, und wie solche Auswirkungen vor einer Zulassung bewertet werden könnten.
Programm
Ressortforschungsplan
Laufzeit
bis
Förderkennzeichen
3524840400
Finanzvolumen (Bundesmittel)
436.480 Euro
Naturbelassene Flusslandschaft – die als Lebensraum für gentechnisch veränderten Lachs in Frage kommt, würde dieser aus der Zucht entkommen und in natürliche Ökosysteme einwandern
Naturbelassene Flusslandschaft – die als Lebensraum für gentechnisch veränderten Lachs in Frage kommt, würde dieser aus der Zucht entkommen und in natürliche Ökosysteme einwandern.

Beschreibung

Hintergrund

Bisher sind die meisten weltweit freigesetzten gentechnisch veränderten Organismen (GVO) Nutzpflanzen. Sie werden auf landwirtschaftlichen Flächen angebaut und ihre Ausbreitung außerhalb dieser Flächen soll aus Vorsorgegründen verhindert werden. Konträr dazu wird jedoch auch an gentechnischen Veränderungen von Wildarten zu verschiedensten Zwecken geforscht. Diese Arten wären dann nicht auf landwirtschaftliche Flächen beschränkt und sie würden folglich mit anderen Umwelten agieren. In vielen solcher möglichen Anwendungen muss sich der GVO in der Natur ausbreiten, um seine Wirkung zu entfalten. Die Ansätze für gentechnisch veränderte (GV) Wildpopulationen reichen von physiologischen Veränderungen, mit denen wildlebende Tier- und Pflanzenarten gegen Stressoren und Krankheiten gestärkt werden sollen, bis hin zur Eindämmung invasiver Arten. 

Ziele 

Interaktionen zwischen dem GVO und der Umwelt werden anhand von drei hypothetischen Fallbeispielen analysiert, da die Technik bislang noch nicht in der Praxis eingesetzt wird. Die Beispiele decken verschiedene Umwelttypen (Wald, Fließgewässer, Offenland) und Tiergruppen (Fisch, Baum, Insekt) ab. Wichtig ist herauszufinden, wo Datenlücken bestehen, welche Interaktionen des GVO sich negativ auf Natur und Umwelt als Schutzgüter auswirken können. Aus den Fallbeispielen sollen übergreifende Handlungsempfehlungen für die Risikobewertung abgeleitet, und weiterer Forschungsbedarf aufgezeigt werden. 

Ergebnisse

Die wissenschaftliche Ergebnisse werden während der Projektlaufzeit mit anderen Fachwissenschaftler*innen in Workshops diskutiert und in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht. 

Projektleitung

Umweltbundesamt GmbH, Wien, Team Landnutzung & Biologische Sicherheit

Weitere Beteiligte

WasserCluster Lunz

Förderung durch

Forschungsauftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)

Kontakt im BfN

Fachgebiet I 3.2 Bewertung Synthetische Biologie, Vollzug und Gentechnikgesetz
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