Gentechnisch veränderte Organismen in naturnahen und natürlichen Ökosystemen
Beschreibung
Hintergrund
Bisher sind die meisten weltweit freigesetzten gentechnisch veränderten Organismen (GVO) Nutzpflanzen. Sie werden auf landwirtschaftlichen Flächen angebaut und ihre Ausbreitung außerhalb dieser Flächen soll aus Vorsorgegründen verhindert werden. Konträr dazu wird jedoch auch an gentechnischen Veränderungen von Wildarten zu verschiedensten Zwecken geforscht. Diese Arten wären dann nicht auf landwirtschaftliche Flächen beschränkt und sie würden folglich mit anderen Umwelten agieren. In vielen solcher möglichen Anwendungen muss sich der GVO in der Natur ausbreiten, um seine Wirkung zu entfalten. Die Ansätze für gentechnisch veränderte (GV) Wildpopulationen reichen von physiologischen Veränderungen, mit denen wildlebende Tier- und Pflanzenarten gegen Stressoren und Krankheiten gestärkt werden sollen, bis hin zur Eindämmung invasiver Arten.
Ziele
Interaktionen zwischen dem GVO und der Umwelt werden anhand von drei hypothetischen Fallbeispielen analysiert, da die Technik bislang noch nicht in der Praxis eingesetzt wird. Die Beispiele decken verschiedene Umwelttypen (Wald, Fließgewässer, Offenland) und Tiergruppen (Fisch, Baum, Insekt) ab. Wichtig ist herauszufinden, wo Datenlücken bestehen, welche Interaktionen des GVO sich negativ auf Natur und Umwelt als Schutzgüter auswirken können. Aus den Fallbeispielen sollen übergreifende Handlungsempfehlungen für die Risikobewertung abgeleitet, und weiterer Forschungsbedarf aufgezeigt werden.
Ergebnisse
Die wissenschaftliche Ergebnisse werden während der Projektlaufzeit mit anderen Fachwissenschaftler*innen in Workshops diskutiert und in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht.