Landschaftsplanerische Steuerung des natürlichen Klimaschutzes
Beschreibung
FKZ 3524 NK 960A / 960B
Zur Bewältigung der Klimawandelfolgen werden absehbar große Anstrengungen notwendig sein. Hier ist die räumliche Planung in vielfacher Hinsicht gefordert. Im Kontext des vorsorgenden Klimaschutzes kann und muss die räumliche Planung einen erheblichen Beitrag leisten. Von Seiten der Landschaftsplanung ist hier der natürliche Klimaschutz von zentraler Bedeutung, der die Leistungsfähigkeit natürlicher Ökosysteme wie Moore, Wälder oder auch landwirtschaftlich genutzter Flächen und deren planerische Steuerung betrifft. Die meisten Aspekte des natürlichen Klimaschutzes sind an naturräumliche Bedingungen geknüpft und damit im regionalen Kontext zu betrachten. Auf strategischkonzeptioneller Ebene ist die überörtliche Landschaftsrahmenplanung für den natürlichen Klimaschutz von zentraler Bedeutung. Darin können Szenarien des Klimawandels regional aufgegriffen,
Sensitivitäts- und Vulnerabilitätsanalysen dargestellt und Zielkonflikte mit den gesetzlichen Klimaschutz- und Naturschutzvorgaben bewältigt werden. Der natürliche Klimaschutz kann am wirksamsten auf überörtlicher Ebene planerisch vorbereitet werden und muss durch entsprechende Maßnahmen auf lokaler Ebene konkretisiert und umgesetzt werden. Um konkrete Beiträge der Landschaftsplanung modellhaft sowohl für Planungsregionen als auch für Kommunen zu erproben und übertragbare Handlungsleitlinien und Arbeitshilfen zu entwickeln, müssen die Ebenen der LRP und der kommunalen Landschaftsplanung betrachtet werden.