Öffnet eine externe Seite Link zur Startseite

Bundesamt für Naturschutz

Machbarkeit der Detektion von Bewirtschaftungsereignissen an Windenergieanlagen

Nationales Artenhilfsprogramm
Erneuerbare Energien
Digitalisierung
Im Rahmen dieser Studie wird zum Schutz von Brutvögeln die Machbarkeit der Abschaltung von Windenergieanlagen bei Feldbewirtschaftungsvorgängen mit automatischen Detektionssystemen unter verschiedenen Gesichtspunkten untersucht.
Programm
Nationales Artenhilfsprogramm
Laufzeit
bis
Förderkennzeichen
3523152100
Traktor auf einer landwirtschaftlichen Fläche, im Hintergrund Windenergieanlagen
Traktor bei der Bearbeitung einer landwirtschaftlichen Fläche und Windenergieanlagen im Hintergrund

Beschreibung

Bei landwirtschaftlichen Bearbeitungsvorgängen unter bzw. um Windenergieanlagen (WEA) werden insbesondere Großvögel regelmäßig, auch aus großen Entfernungen, in den Einzugsbereich der WEA angezogen. Das Abschalten von Anlagen zu diesen Zeiten ist daher häufig fachlich geboten. Derzeit basiert die Schutzmaßnahme „Abschaltung bei landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsereignissen“ zumeist auf Verträgen zwischen WEA-Betreibenden und Landbewirtschaftenden und diesbezüglich aufwendigen, oft unzuverlässigen Meldeketten, um während und nach relevanten landwirtschaftlichen Arbeitsgängen die WEA abschalten zu können.

Projektziele

Absehbar kann die Maßnahme der Abschaltung von Windenergieanlagen bei Feldbewirtschaftungsereignissen innerhalb eines bestimmten Radius zukünftig auch automatisiert über entsprechende Erkennungssysteme gewährleistet werden. Mit dieser Studie wird untersucht, welche Voraussetzungen solche Systeme dafür zukünftig erfüllen sollten. Dabei werden sowohl die Belange des Artenschutzes betrachtet als auch formale Fragen der Genehmigung und entsprechende Nachweise sowie die praktische Umsetzbarkeit und wirtschaftliche Aspekte. 

Vorgehensweise

Auf der Grundlage der Expertise des Projektteams sowohl im Bereich Artenschutz als auch in der Anwendung künstlicher Intelligenz wird der aktuelle technische und artenschutzfachliche Wissensstand aufgearbeitet und durch eigene Einschätzungen und Bewertungen ergänzt. Zusätzlich werden zwei Workshops mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen durchgeführt, um weiteres Wissen, aber auch Anforderungen aus verschiedenen Perspektiven zusammenzutragen. 

Arbeitspakete 

  • AP 1: Anforderungen an die Detektion aus Sicht des Naturschutzes
  • AP 2: Übersicht über den Stand der Technik und Entwicklungsbedarfe
  • AP 3: Rechtliche Aspekte
  • AP 4: Anwendungsaspekte

Projektleitung

Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW)

Weitere Beteiligte

Freiburger Institut für angewandte Tierökologie GmbH (FrInaT)

Förderung durch

Bundesamt für Naturschutz mit Fördermitteln aus dem Nationalen Artenhilfsprogramm

Kontakt im BfN

Fachgebiet II 4.3 Naturschutz und Erneuerbare Energien
Zurück nach oben