Öffnet eine externe Seite Link zur Startseite

Bundesamt für Naturschutz

Steg in einer Sumpf- und Moorlandschaft

Naturschutz und Energiewende - Möglichkeiten für Standardisierungen und Vereinfachungen: Photovoltaik und Hybrid-Projekte

Ressortforschungsplan•
Erneuerbare Energien
Ziel des Vorhabens sind fachlich hergeleitete Vorschläge für Standardisierungen im Bereich des Ausbaus der Photovoltaik (PV) in den Themenfeldern Eingriffsregelung, Grünschnittnutzung, Ende der Laufzeit und Rückbau und Auswirkungen von Hybridprojekten (kombinierte Wind-PV-Standorte). Diese sollen die Grundlage für bundes- und untergesetzliche Regelungs- und Konkretisierungsbedarfe hinsichtlich der Wahrung von Naturschutzanliegen bei Beschleunigungs- und Vereinfachungsbestrebungen für Solarenergievorhaben bzw. Hybridprojekten bilden.
Programm
Ressortforschungsplan
Laufzeit
bis
Förderkennzeichen
3526860302
Solarpark und mehrere Windenergieanlagen auf Grünland unter blauem Himme
Luftaufnahme von PV-Freiflächenanlagen und mehreren Windenergieanlagen auf Grünland
Sprungmarke

Beschreibung

Fragestellungen / Projektziele

Das Vorhaben zielt darauf ab, fachlich hergeleitete Vorschläge für Standardisierungen unter anderem zur Eingriffsregelung und bezüglich des Artenschutzes bei Photovoltaik-Vorhaben zu entwickeln. 
Hintergrund ist der stark wachsende Zubau von PV-Freiflächenanlagen (PV-FFA) und PV auf landwirtschaftlichen Flächen (Agri-PV). Zugleich rücken neue Fragen in den Fokus, wie etwa die Verwertung des Mahdguts aus der Flächenpflege, der Umgang mit ökologisch aufgewerteten Flächen bei Repowering und Rückbau sowie die kumulativen Wirkungen kombinierter Wind-PV-Standorte. 

Betrachtet wird der gesamte Anlagenlebenszyklus – von der Planung und Genehmigung mit Bewertung und Ableitung von natur- und artenschutzfachlichen Erfordernissen über Synergien während des Betriebes bis zur Bewertung des Flächenstatus beim Rückbau oder Repowering. 
 

Vorgehensweise

Methodisch stützt das Vorhaben sich auf strukturierte Literaturanalysen, naturschutzfachliche Detailbetrachtung, rechtliche Einordnungen und ein systematisches Länder- und Verfahrensscreening auf Basis einheitlicher Prüf- und Bewertungsmatrizen.
Typische Fallkonstellationen dienen dazu, mögliche Standardisierungsoptionen konkret durchzuspielen. Die entwickelten Vorschläge werden anhand eines einheitlichen Bewertungsrasters auf Schutzwirkung, Vollzugstauglichkeit, Aufwand und rechtliche Anschlussfähigkeit geprüft und mit Blick auf den europäischen und nationalen Rechtsrahmen eingeordnet.
Expertengespräche, ein Fachworkshop und eine projektbegleitende Arbeitsgruppe mit Akteur*innen aus Verwaltung, Praxis, Wissenschaft und Verbänden sichern die Praxistauglichkeit.
Im Ergebnis sollen vollzugstaugliche Standardisierungselemente zur Vereinfachung der Prüfverfahren vorliegen, Somit soll sich die Nachvollziehbarkeit von Prüfentscheidungen erhöhen und zugleich das naturschutzfachliche Schutzniveau gesichert werden.
 

Arbeitspakete

  • Arbeitspaket 2.1 – Photovoltaik: Vergleichendes Screening der Länderpraxis zur naturschutz- und planungsrechtlichen Eingriffsregelung bei PV-FFA und Agri-PV.
  • Arbeitspaket 2.2 – Photovoltaik und Grünschnittnutzung. Analyse der agrar-, abfall- und futtermittelrechtlichen Hemmnisse für die Vermarktung von Mahdgut aus PV-FFA als landwirtschaftliches Produkt.
  • Arbeitspaket 2.3 – Ende der Laufzeit und Rückbau. Strukturierung von Fallgruppen, Prüfung der Eingriffsregelung beim Repowering, Bewertung von Rückbauwirkungen und Folgenutzung ökologisch aufgewerteter Flächen sowie rechtliche Einordnung der Handlungsoptionen
  • Arbeitspaket 2.4 – Auswirkungen von Hybridprojekten Wind-PV
  • Arbeitspaket 2.5 – Ad-hoc-Beratung. Kurzfristige fachliche und juristische Beratung des BfN.  
Sprungmarke

Projektleitung

Arepo GmbH
Sprungmarke

Weitere Beteiligte

GLU GmbH Jena, IKEM - Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität e.V.

Kontakt im BfN

Fachgebiet II 4.3 Naturschutz und Erneuerbare Energien