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Bundesamt für Naturschutz

Unterstützung bei der Maßnahmenentwicklung und Umsetzung von Schutzkonzepten für Fische (SCHUFI)

Meere
Das Projekt verfolgt das Ziel Schutzkonzepte und die Umsetzungen von Maßnahmen für die nicht-kommerziell genutzte Fischfauna in der deutschen AWZ zu entwickeln. Es soll einen wesentlichen Beitrag bei der Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL), der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) und der EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 in Bezug auf Fischgemeinschaften in der Nord- und Ostsee leisten. Hauptziel des Projektes ist ein besseres Verständnis der Biodiversität und Ökologie nicht-kommerziell genutzter Fischarten in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ).
Programm
Meeresnaturschutzkomponente
Laufzeit
bis
Förderkennzeichen
352520010A-C
Finanzvolumen (Bundesmittel)
12.000.000 Euro
Probenentnahme im Meer
Bei SCHUFI kommen vor allem minimal-invasive Beprobungstechniken wie eDNA zum Einsatz. Auch Planktonproben werden genommen um beispielsweise nach Fischeiern und -larven zu schauen.

Beschreibung

Hintergrund

Das Vorhaben dient der fachlichen Unterstützung des BfN bei seinen Aufgaben zur Umsetzung der MSRL in Bezug auf nicht-kommerziell genutzte Fische auf nationaler und regionaler Ebene. Es sollen in enger Zusammenarbeit Managementempfehlungen formuliert werden, um Maßnahmen für den Schutz von Fischen mit Fokus auf die Naturschutzgebiete in der deutschen AZW effektiv zu gestalten. Grundlegend werden hierfür diverse minimal- und nicht-invasive Monitoringmethoden eingesetzt. 

Projekt

Das Projekt gliedert sich in mehrere Arbeitspakete, die von allen beteiligen Institutionen durchführt werden, wobei die Gesamtkoordination durch die Universität Hamburg übernommen wird: 

  • Erfassung von Daten zur Biodiversität der Fischgemeinschaften in den Naturschutzgebieten „Doggerbank“, „Borkum Riffgrund“ und „Pommersche Bucht - Rönnebank“ 
  • Untersuchung des räumlich-zeitlichen Verhalten von Fischarten in Bezug auf lokale Naturschutzgebiete sowie von Nahrungsnetzen
  • Verbesserung existierender Ökosystemmodelle der südlichen Nord- und westlichen Ostsee mit Hilfe von Modelläufen

Ausblick

Mit Hilfe der Ergebnisse des Projektes sollen konkrete Managementlösungen erarbeitet werden, um die Widerstandsfähigkeit der Fischgemeinschaften in der deutschen AWZ zukünftig zu erhöhen. Durch den engen Austausch zwischen den Beteiligten, die Bereitstellung von Berichten und die Erstellung von Fachveröffentlichungen und Vorträgen, fließen die im Projekt gewonnen Ergebnisse unmittelbar in die Arbeit des BfN ein und werden auch im Rahmen der Aktivitäten bei OSPAR, HELCOM und der Umsetzung der MSRL eine wichtige Rolle spielen. 

Projektleitung

Universität Hamburg, GEOMAR – Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, Universität Rostock

Förderung durch

Bundesamt für Naturschutz mit Fördermitteln aus der Meeresnaturschutzkomponente (MNK-Titel)

Kontakt im BfN

Fachgebiet II 3.4 Marine Fischfauna und ökologische Auswirkungen der Fischerei
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