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Bundesamt für Naturschutz

Steg in einer Sumpf- und Moorlandschaft

Workshop zu alternativen Gründungstechnologien und Schallminderungsmaßnahmen – Schritte zum Stand der Technik (WS-GrüMe)

Meere•
Erneuerbare Energien•
Pläne und Projekte im Meer
Ziel des Projektes ist es, einen Dialog zwischen Behörden, Industrie und Wissenschaft zu ermöglichen, um die Entwicklung von Schallminderungsmaßnahmen sowie alternativer schallarmer Gründungsmethoden voranzubringen.
Programm
Meeresnaturschutzkomponente
Bundesland
Ausschließliche Wirtschaftszone
Laufzeit
bis
Förderkennzeichen
3525200600
Finanzvolumen (Bundesmittel)
90.512 Euro
Beispiel für Schallminimierung – Einsatz eines Blasenschleiers
Beispiel für Schallminimierung – Einsatz eines Blasenschleiers.
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Beschreibung

Hintergrund

Bis 2045 soll gemäß WindSeeG die installierte Leistung an Offshore-Windenergie (OWE) auf 70 GW steigen. Um dieses Ausbauziel zu erreichen, sind eine Verachtfachung der Leistung und somit eine entsprechend erhöhte Anzahl der zu errichtenden Anlagen sowie nach derzeitiger Planung auch größere Anlagen und somit größere Pfahldurchmesser erforderlich. Dies hat einen deutlich erhöhten Eintrag von Lärmemissionen zur Folge, die verschiedene Auswirkungen auf hörsensitive Tiere, wie z. B. Schweinswale, haben können, die von Hörverlust, Flucht oder reduzierter körperlicher Fitness bedingt durch lärmbedingte Unterbrechung von Jagdverhalten reichen. Um diese Folgen zu adressieren, ist es dringend erforderlich neue Lärmminderungsmaßnahmen zu entwickeln bzw. zur Anwendungsreife (Stand der Technik) zu bringen.

Aktuelle Planungen zeigen, dass beim Bau von Offshore Windparks zukünftig immer größere Monopiles verwendet werden sollen, wobei hier die Gefahr besteht, dass auch durch die Kombination verschiedener derzeit bewährter Schallminderungsmaßnahmen die Einhaltung der Schallgrenzwerte gemäß Schallschutzkonzept des BMU (2013) nicht zuverlässig gewährleistet werden kann. Daher gibt es Überlegungen und Ansätze in der Industrie weitere Schallminderungsmaßnahmen zu entwickeln bzw. alternative schallarme Gründungsmethoden anzuwenden. Einige dieser Schallminderungsmaßnahmen, wie z. B. der enhanced Big Bubble Curtain (eBBC) oder die PULSE Einheit stehen kurz vor dem Erreichen des Stands der Technik. Andere wie z. B. die MNRU Hammertechnologie oder das EQ-Piling brauchen noch weitere Tests und Messungen, um ihre Wirksamkeit und den Minderungsbeitrag abschätzen zu können. Auch hinsichtlich der Entwicklung schallarmer oder alternativen Gründungsmethoden gibt es neue Entwicklungen und Erfahrungen, wie z. B. Jetting, Vibro-Piling, Suction Buckets Jacket- oder Monopileinstallation, oder Schwerlastfundamente. Obwohl einige dieser Methoden schon sehr weit entwickelt sind und teilweise bereits einige Offshore Erfahrungen vorliegen, wird derzeit keine der Maßnahmen als Stand der Technik bezeichnet.  

Projekt

In einem mehrtägigen Workshop soll branchenübergreifend mit Vertretern der Behörden, Windparkbetreibern, der Industrie und Wissenschaft der derzeitige Entwicklungsstand verschiedener alternativer Gründungsmethoden und weiterer Schallminderungsmaßnahmen dargestellt und analysiert werden, welche konkreten Schritte notwendig sind, diese zum Stand der Technik weiter zu entwickeln.

Ausblick

Es soll ein konkreter Fahrplan identifiziert werden, aus dem ersichtlich wird, welche Schritte notwendig sind, um einzelne Maßnahmen so weiter zu entwickeln, damit diese Stand der Technik werden und was das BfN oder andere Behörden dazu beitragen können.

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Projektleitung

itap - Institut für technische und angewandte Physik GmbH

Förderung durch

Bundesamt für Naturschutz mit Finanzmitteln aus der Meeresnaturschutzkomponente

Kontakt im BfN

Fachgebiet II 3.3 Menschliche Einflüsse, ökologische Fragen bei marinen Vorhaben