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Bundesamt für Naturschutz

BfN-Schriften 781 - Aquatische Ökosysteme: Grundlagen für das GVO-Monitoring in Gewässerlebensräumen

Monitoring
BfN-Schriften
Die Freisetzung neuer gentechnisch veränderter Organismen (nGVO) erfordert nach aktuellem EU-Recht ein Monitoring, um mögliche schädliche Auswirkungen auf Natur, Umwelt und menschliche Gesundheit frühzeitig zu erfassen und rechtzeitig reagieren zu können. In diesem Projekt wurden die Grundlagen für ein Monitoring von (n)GVO für den aquatischen Bereich erarbeitet, die bisher noch nicht vorliegen.
Autor*in
Marcus Schulz, Thomas Knebelsberger, Andrea Barco, Nicole Graumann und Claus-Dieter Dürselen
Herausgeber*in
Bundesamt für Naturschutz
Publikationsjahr
2026
Heft Nr.
781
Sprache
Deutsch
Seiten
316
ISBN
978-3-89624-545-8
DOI
10.19217/skr781

Beschreibung

Für ein nGVO-Monitoring sind molekularbiologische Methoden notwendig, wenn keine phänotypischen Veränderungen vorliegen. Aus den Modellergebnissen folgt, dass in einem künftigen Monitoring neben der Erfassung von nGVO eine Erfassung von Wildtyp und Konkurrenzarten wichtig ist. Darüber hinaus ist ein Monitoring von Nährstoffen wichtig, um die ökologische Kapazität zu untersuchen, welche in den Modellen eine hohe Sensitivität aufweist.

Die neuartigen molekularbiologischen Nachweismethoden werden immer weiterentwickelt, so dass in naher Zukunft mit noch höheren Genauigkeiten und höherer Kosteneffizienz zu rechnen ist. Auch eine Verschiebung in Hinblick auf die Relevanz der Methoden durch zukünftige Entwicklungen kann nicht ausgeschlossen werden. Anhand der Ergebnisse der Bewertung können die qPCR, das Barcoding, das Metabarcoding und die dPCR als die zurzeit relevantesten neuartigen molekularbiologischen Nachweismethoden herausgestellt werden. Von den nichtmolekularbiologischen Methoden eignet sich am ehesten die Einbindung von Citizen Science im Rahmen des „Mückenatlas“ als Ergänzung zu bestehenden Monitoringprogrammen und neuartigen molekularbiologischen Methoden. Eine Anbindung von neuartigen molekularbiologischen Nachweismethoden an etablierte Monitoringproramme nach WRRL ist möglich und wünschenswert, um den zusätzlichen logistischen und finanziellen Aufwand zu minimieren und die Vorteile der etablierten Monitoringprogramme nach WRRL wie hohe Repräsentativität und Umweltrelevanz nutzen zu können.

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