BfN-Schriften 781 - Aquatische Ökosysteme: Grundlagen für das GVO-Monitoring in Gewässerlebensräumen
Beschreibung
Für ein nGVO-Monitoring sind molekularbiologische Methoden notwendig, wenn keine phänotypischen Veränderungen vorliegen. Aus den Modellergebnissen folgt, dass in einem künftigen Monitoring neben der Erfassung von nGVO eine Erfassung von Wildtyp und Konkurrenzarten wichtig ist. Darüber hinaus ist ein Monitoring von Nährstoffen wichtig, um die ökologische Kapazität zu untersuchen, welche in den Modellen eine hohe Sensitivität aufweist.
Die neuartigen molekularbiologischen Nachweismethoden werden immer weiterentwickelt, so dass in naher Zukunft mit noch höheren Genauigkeiten und höherer Kosteneffizienz zu rechnen ist. Auch eine Verschiebung in Hinblick auf die Relevanz der Methoden durch zukünftige Entwicklungen kann nicht ausgeschlossen werden. Anhand der Ergebnisse der Bewertung können die qPCR, das Barcoding, das Metabarcoding und die dPCR als die zurzeit relevantesten neuartigen molekularbiologischen Nachweismethoden herausgestellt werden. Von den nichtmolekularbiologischen Methoden eignet sich am ehesten die Einbindung von Citizen Science im Rahmen des „Mückenatlas“ als Ergänzung zu bestehenden Monitoringprogrammen und neuartigen molekularbiologischen Methoden. Eine Anbindung von neuartigen molekularbiologischen Nachweismethoden an etablierte Monitoringproramme nach WRRL ist möglich und wünschenswert, um den zusätzlichen logistischen und finanziellen Aufwand zu minimieren und die Vorteile der etablierten Monitoringprogramme nach WRRL wie hohe Repräsentativität und Umweltrelevanz nutzen zu können.