Bewertung der Auswirkungen von Windenergieanlagen der neuen Generation auf das Kollisionsrisiko von Fledermäusen
Erneuerbare Energien•
Arten
PraxisINFOS
Während der durchschnittliche Rotordurchmesser von Windenergieanlagen in Deutschland kontinuierlich zunimmt, können gleichzeitig unterschiedliche Turmhöhen realisiert werden. Der Abstand zwischen Rotorspitze und Boden kann je nach gewählter Anlagenkonfiguration gering ausfallen. Dadurch können Beeinträchtigungen der Aktivitätsräume vieler Fledermausarten je nach Anlagentyp auftreten, welche wiederum das allgemeine Kollisionsrisiko beeinflussen.
Herausgeber*in
Bundesamt für Naturschutz
Publikationsjahr
2026
Sprache
Deutsch
Seiten
4
DOI
10.19217/prx2613
Beschreibung
Die im Projekt durchgeführte naturschutzfachliche Bewertung und Risikoanalyse der betrachteten Windenergieanlagentypen neuer Generation zeigt, dass die aus deren Bau und Betrieb resultierenden artenschutzrechtlichen Konflikte mit den bisherigen Instrumenten der Planungspraxis und des Genehmigungsrechts nicht ausreichend berücksichtigt werden. Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens die neuen technischen Entwicklungen dargestellt und aus naturschutzfachlicher Sicht bewertet. Insgesamt stellt die Betriebsregulierung von Windenergieanlagen während Zeiten hoher Fledermausaktivität bislang die einzige wirksame Vermeidungsmaßnahme für die besonders kollisionsgefährdete Artengruppe der Fledermäuse dar.