Bundesamt für Naturschutz

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Register


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Schmetterlingssammlung

Das Register von Sammlungen ist in Artikel 5 der Verordnung (EU) Nr. 511/2014 verankert.

Register

Das EU-Register ist ein internetgestütztes Instrument innerhalb der Union, das für jede Sammlung bzw. jeden Teil einer Sammlung die in Artikel 2 der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1866 genannten Angaben enthält. Dies sind z.B. ein Registrierungscode, der Sammlungsname, die Kontaktdaten und eine Kurzbeschreibung.

Für Nutzer die genetische Ressourcen von einer im EU-Register aufgeführten Sammlung beziehen gilt, dass sie im Hinblick auf die Einholung von Informationen mit der gebotenen Sorgfalt vorgegangen sind (Artikel 4(7) der EU-Verordnung). Die Pflicht zur Aufbewahrung und Weitergabe der Informationen an Dritte bleibt davon unberührt. Ebenso sind Nutzer weiterhin dazu verpflichtet, sich an die in den relevanten ABS-Dokumenten enthaltenen Vorgaben zu halten und ggfs. eine neue Genehmigung und Vorteilsausgleichsregelung nachzuverhandeln, sofern die geplante Nutzung nicht mit den ursprünglichen Vorgaben übereinstimmt. Schließlich bleibt auch die Verpflichtung zur Abgabe von Sorgfaltserklärungen (Artikel 7(1) bzw. (2) der EU-Verordnung) davon unberührt.

Das internetbasierte Register von Sammlungen innerhalb der Union wird von der Europäische Kommission etabliert und geführt.

Register of Collections - EU ABS Regulation

Registrierungsprozess

Die Aufnahme in das EU-Sammlungsregister ist freiwillig.

Zur Aufnahme in das EU-Register muss eine in Deutschland ansässige Sammlung durch den Sammlungsinhaber einen Antrag beim Bundesamt für Naturschutz (BfN) stellen. Die zu übermittelnden Angaben finden sich in Anhang I der EU-Durchführungsverordnung.

Sofern die Registrierungsvoraussetzungen erfüllt sind und der Antrag dem entsprechend bewilligt wird, übermittelt das BfN die im Antrag gemachten Informationen an die Europäische Kommission, die diese Angaben dann in das Register aufnimmt und eine Registrierungsnummer vergibt.

Registrierungsvoraussetzungen

Artikel 5(3) der EU-Verordnung sieht folgende Registrierungsvoraussetzungen vor:

  • Standardisierte Verfahren für den Austausch von genetischen Ressourcen mit anderen Sammlungen und Weitergabe an Dritte,
  • Weitergabe nur in Verbindung mit Nachweisdokumenten über den legalen Zugang und zum Vorteilsausgleich,
  • Aufzeichnung der Weitergaben und übermittelten Dokumente,
  • Eindeutige Erkennungszeichen für Dritten zur Verfügung gestellte Ressourcen (soweit möglich), sowie
  • Rückverfolgungs- und Überwachungsinstrumente.

Verpflichtungen einer registrierten Sammlung

Nach Aufnahme einer Sammlung in das EU Register ist der Inhaber der Sammlung dazu verpflichtet, das BfN über alle erheblichen Änderungen der im Registrierungsantrag gemachten Angaben zu informieren. Das BfN wiederum unterrichtet dies bezüglich die Europäische Kommission.

Das BfN überprüft des Weiteren regelmäßig, ob die Registrierungsvoraussetzungen in der Praxis erfüllt werden. Zu diesem Zweck können gemäß Artikel 3(3) der EU-Durchführungsverordnung unter anderem Vor-Ort-Kontrollen, Prüfungen ausgewählter Unterlagen und Proben, sowie Befragungen relevanter Personen stattfinden.

Weitere Informationen

Sie sind an einer Registierung interessiert oder haben Fragen dazu? Wenden Sie sich an:

Nagoya-CNA@BfN.de

Häufig gestellte Fragen zum Nagoya-Protokoll, zu ABS, Sammlungen und deren Registrierung finden Sie in der Rubrik FAQs - Frequently Asked Questions:

FAQs - Frequently Asked Questions