Vilmer IPBES Dialoge 2026
Der „Weltbiodiversitätsrat“ IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platorm on Biodiversity and Ecosystem Services) wurde 2012 als ein zwischenstaatliches Gremium gegründet, zu dessen Hauptaufgaben es gehört, Wissen zu vorher festgelegten Fragestellungen aus dem Themenbereich der biologischen Vielfalt umfassend zusammenzutragen. Um das Potenzial dieser international aufwändig erstellten Wissenschaftsberichte wirklich ausschöpfen zu können, ist es nötig, die Ergebnisse bestmöglich zu verwerten und sektorspezifisch in Umsetzungsprozesse einzubringen.
Hier setzt die neue Veranstaltungsreihe IPBES-Dialoge des Bundesamtes für Naturschutz an.
Der erste IPBES-Dialog befasst sich mit den aktuellen IPBES-Assessments zu Nexus und transformativen Wandel.
Biodiversität, Wasser, Ernährung, Gesundheit und Klima sind untrennbar miteinander verbunden. Tragfähige Lösungen entstehen daher nur, wenn Wechselwirkungen zwischen diesen Bereichen berücksichtigt und gemeinsam bearbeitet werden. Vor diesem Hintergrund bringt der Dialog*Vertreterinnen und Vertreter aus thematisch einschlägigen Stakeholdergruppen (u. a. aus öffentlichen Institutionen, der Wirtschaft, aus NGOs und der Wissenschaft) zusammen.
Ziel der Tagungen ist die Information betroffener Nutzergruppen über IPBES-Wissensprodukte (z.B. Best-Practice-Fälle, Handlungsempfehlungen) aus abgeschlossenen Assessments und ein anschließender intensiver fachlicher Austausch über den konkreten Nutzen dieses Wissens für die eingeladenen Anwendergruppen und damit den Wert dieser Assessments für die praktische Umsetzung in Deutschland. Im Ergebnis sollen punktuell einige zentrale Erkenntnisse der beiden IPBES-Assessments auf den deutschen Kontext übertragen werden um daraus solche vielversprechenden, sektorübergreifenden Handlungsansätze zu definieren, deren Wert für eine verbesserte Umsetzung in Deutschland relevant und zukunftsweisend ist.
Im Mittelpunkt stehen drei praxisnahe Arbeitsfelder:
- Schutz, Wiederherstellung und nachhaltige Nutzung natürlicher Lebensräume – am Beispiel der Moore,
- klimaresiliente Städte und Landschaften, die besser mit Hitze, Starkregen und Wasserknappheit umgehen können – das Beispiel „Schwammstadt“
- nachhaltige Gestaltung von Landwirtschaft, Ernährung und Konsum, die Biodiversität, Klima, Wasser und Gesundheit gemeinsam berücksichtigt.
Fachliche Impulse, moderierter Austausch und interdisziplinäre Gruppenarbeit sollen dazu beitragen, Synergien und Zielkonflikte zu erkennen, relevante Akteure zu den oben benannten Themenfeldern zusammenzubringen und gemeinsame Fahrpläne für die Umsetzung zu entwickeln. Bitte beachten Sie unten auch den „Steckbrief“ zur Veranstaltung.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie Ihre Erfahrungen und Perspektiven in diesen Dialog einbringen. Limitierte finanzielle Ressourcen zur Finanzierung von Reise- und Unterbringungskosten für Referentinnen und Referenten stehen auf Anfrage zur Verfügung.
Da die Zahl der Plätze begrenzt ist, freuen wir uns bereits jetzt über eine kurze unverbindliche Interessensbekundung zur Teilnahme an Ute Feit (Kontakt: s. u.) bis zum 15.10.2026.
Kontakt im BfN