Auszeichnung für Projekte zum Schutz von Bestäubern: UN-Dekade prämiert innovative Ansätze
Im Fokus der inzwischen siebten Wettbewerbsrunde standen Initiativen, die sich mit besonderem Engagement für den Schutz, die Förderung und die Wiederherstellung von Bestäuberpopulationen einsetzen.
In der Kategorie „Renaturierungsprojekte“ wurden Vorhaben prämiert, die durch konkrete baulich-ökologische Maßnahmen Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber erhalten, aufwerten oder neu schaffen.
Die Kategorie „Aktivierungsprojekte“ würdigte Projekte, die mit Kommunikation, Beteiligung und Umweltbildung Menschen für den Schutz von Bestäubern sensibilisieren und zum Mitmachen motivieren.
Aus insgesamt 48 eingereichten Projekten wählte eine sechsköpfige Jury – bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundesamts für Naturschutz, des Bundesumweltministeriums, des wissenschaftlichen Beirats sowie der Jungen Partner*innen der UN-Dekade – sechs Gewinnerprojekte aus.
Entscheidend für die Auswahl waren insbesondere der Beitrag zur Wiederherstellung von Ökosystemen sowie die Multiplikationswirkung der Projekte. Die ausgezeichneten Initiativen gelten als Best-Practice-Beispiele und liefern wichtige Impulse für die Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung in Deutschland.
Die Top-3-Projekte in der Kategorie Aktivierung sind:
- Insektenbündnis Hannover
- BienenBrückenBauen
- Natur Vielfalt im Landkreis München
In der Kategorie Renaturierung werden folgende TOP-3-Projekte ausgezeichnet:
- VIA Natura 2000
- Blühende Haltestellen
- Bees Up
Die UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen
Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2021 bis 2030 zur UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen erklärt. Sie rufen dazu auf, die fortschreitende Verschlechterung und Zerstörung von Ökosystemen weltweit zu stoppen und degradierte Ökosysteme wiederherzustellen. Die nationalen Beiträge, die Deutschland zur Wiederherstellung von Ökosystemen leistet, sind Teil der internationalen Aktivitäten.
Die UN-Dekade in Deutschland wird im Auftrag des Bundesumweltministeriums und des Bundesamts für Naturschutz umgesetzt und durch das UN-Dekade-Büro koordiniert. Ziel ist es, die Bedeutung intakter Ökosysteme sichtbar zu machen, Akteur*innen aus Praxis, Forschung, Politik und Gesellschaft in den Dialog zu bringen und neue Wiederherstellungsprojekte anzuregen.
Über den UN-Dekade-Projektwettbewerb
Jährlich zeichnet die UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen in Deutschland herausragende Projekte zu jeweils einem Schwerpunktthema aus, die natürliche Lebensräume wiederherstellen, pflegen oder erhalten. Die ausgezeichneten Projekte gelten als Best-Practice-Beispiele und erhalten ein Qualitätssiegel, das ihre Arbeit sichtbar macht und ihre öffentliche Anerkennung stärkt.
Der Wettbewerb findet seit 2021 statt und geht im kommenden Jahr in die achte Runde.