Bundesumweltminister besucht das BfN auf Vilm
Gemeinsam mit BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm informierte er sich vor Ort über aktuelle fachliche Schwerpunkte des Hauses. Begleitet wurde der Minister während seiner Sommerreise von Journalist*innen, die ebenfalls Einblicke in die Arbeit des BfN und den Standort Vilm erhielten. Für den Minister war es bereits der zweite Besuch auf der Insel, die in der Kern- und Pflegezone des UNESCO-Biosphärenreservats Südost-Rügen liegt.
Beim gemeinsamen Abendessen und einem anschließenden Spaziergang tauschten sich die Teilnehmenden zu aktuellen Herausforderungen des Naturschutzes sowie dessen Bedeutung für die Demokratie aus. Am folgenden Morgen erkundeten der Minister und die Medienvertreter*innen gemeinsam mit BfN-Mitarbeitenden und Präsidentin Riewenherm bei einem Rundgang die Insel. Dabei stellte das BfN die Geschichte des Schutzgebiets, seine besondere Naturausstattung sowie ausgewählte Naturschutz- und Forschungsvorhaben vor. Die Abgeschiedenheit der Insel mit ihren alten Eichen- und Buchenwäldern und ihrer weitgehend ungestörten Natur machte den Besuch zu einem besonderen Höhepunkt der Sommerreise. Vilm zählt dank ihrer jahrhundertelangen Schutzgeschichte zu den ökologisch wertvollsten Wald- und Küstenlebensräumen Deutschlands.
„Ich freue mich sehr, dass Bundesumweltminister Carsten Schneider im Rahmen seiner Sommerreise das Bundesamt für Naturschutz an seinem Standort auf der Insel Vilm besucht hat. Unser Behördenstandort auf der Insel mit der Internationalen Naturschutzakademie und der Abteilung Meeresnaturschutz liegt im Biosphärenreservat Südost Rügen. Sie hat auf nur rund 1 Quadratkilometer Fläche eine hohe Vielfalt an Lebensräumen auf kleinster Fläche wie zum Beispiel einen naturnahen Buchenwald, der bereits seit 1526 aus der Nutzung genommen ist, sowie Steilküsten, Salzwiesen, Röhrichte und wertvolle Verlandungsbereich. Die Vielfalt der Lebensräume zeigt eindrucksvoll, welche Bedeutung langfristiger Schutz für den Erhalt wertvoller Natur hat“, sagte BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm.
Im Rahmen eines Tauchgangs vor Rügen informierte sich der Bundesumweltminister zudem über Geisternetze und deren Auswirkungen auf marine Ökosysteme und die biologische Vielfalt sowie über die Folgen der Erderwärmung und Verschmutzung auf das Meer.
Im Anschluss stellte Bundesumweltminister Carsten Schneider erste Eckpunkte für einen Aktionsplan Meer vor. Vorgesehen sind unter anderem Maßnahmen gegen Geisternetze im Meer, zur Verringerung der Nährstoffeinträge in die Ostsee sowie zur Bergung von Altmunition aus Nord- und Ostsee. Zudem brachte die Bundesregierung einen Gesetzentwurf auf den Weg, der neue Öl- und Gasförderungen in Meeresschutzgebieten der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) ausschließt. Auch eine mögliche CO₂-Speicherung unter dem Meeresboden soll im Meeresnaturschutzgebiet ausgeschlossen werden. Das BfN begrüßt diese Schritte. Sie schaffen wichtige Voraussetzungen für eine wirksame Meeresschutzpolitik.
Der Besuch auf der Insel Vilm war Teil der Sommerreise des Bundesumweltministers. Im weiteren Verlauf informierte sich der Minister unter anderem über die Notwendigkeit von Munitionsbergungen und die damit verbundenen Herausforderungen, die Zukunft des grünen Wasserstoffs und die Wichtigkeit des Grünen Bandes als zusammenhängende Naturfläche.