Das Ökosystem-Monitoring geht in die Umsetzung
Das Ökosystem-Monitoring (ÖSM) ist eines der bundesweiten Monitoringprogramme zur Erfassung der Biodiversität, für das eine Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern geschlossen und eine Kofinanzierung durch den Bund möglich wurde.
Anhand der Monitoringdaten des ÖSM kann beispielsweise untersucht werden, welchen Einfluss Landnutzungswandel, eine intensivere landwirtschaftliche Nutzung oder der Klimawandel auf die Landschaft haben. Das bereits seit 2009 bestehende High-Nature-Value-Farmland Monitoring (HNV-Farmland Monitoring) wird in das ÖSM integriert. Es erfasst landwirtschaftliche Flächen mit einem hohen Wert für die Natur, etwa artenreiches Grünland. Durch die Integration wird auch die Berichterstattung des sogenannten HNV-Indikators weitergeführt. Dieser Indikator zeigt, wie sich der Anteil und der Zustand solcher naturschutzfachlich wertvollen Landwirtschaftsflächen entwickeln.
Bund und Länder tauschen sich regelmäßig zu fachlichen und organisatorischen Aspekten des ÖSM aus. Im September 2026 tagte das zuständige Bund-Länder-Gremium in der Zweigstelle des Thüringer Landesverwaltungsamtes in Erfurt.
Untersucht werden die bundesweiten Stichprobenflächen, die die Gesamtlandschaft Deutschlands repräsentativ abbilden. Auf diesen Flächen werden auch das Monitoring häufiger Brutvögel oder das bundesweite Insektenmonitoring durchgeführt.
Damit können fachliche und organisatorische Synergien zwischen den Programmen genutzt werden. Insbesondere für die Arterfassungen bieten die Daten des ÖSM eine wichtige Bezugsgröße, um Veränderungen bewerten zu können.