Landwirtschaft & Biodiversität gemeinsam denken
In den vergangenen Monaten haben die Studierenden aus Agrarwissenschaften, Biologie, Umweltwissenschaften und verwandten Fachrichtungen die Schnittstellen zwischen Landwirtschaft und Naturschutz aus unterschiedlichen Perspektiven kennengelernt: Nach einem Einführungsmodul im März in Göttingen folgten von April bis Oktober Praxisaufgaben in landwirtschaftlichen Betrieben in ganz Deutschland. Zum Hauptmodul des Kurses trafen sich die Studierenden schließlich auf der Insel Vilm.
Der Fokus des Kurses „Agrarmanagement und Biodiversität“ liegt auf der Verbindung von ökologischem Fachwissen, landwirtschaftlicher Praxis und Beratungskompetenz. Es geht dabei darum, landwirtschaftliche Betriebsabläufe zu verstehen, Arten und Lebensräume zu erfassen, geeignete Biodiversitätsmaßnahmen zu entwickeln und vor allem aber darum, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam Lösungen zu finden. Denn erfolgreicher Naturschutz in der Agrarlandschaft braucht mehr als gute Maßnahmen – er braucht Menschen, die die Perspektiven von Landwirtschaft und Naturschutz verstehen und miteinander verbinden können.
Das Abschlussmodul bot noch einmal Gelegenheit zum fachlichen Austausch: In Gesprächen, Diskussionen und bei Gastbeiträgen von Expert*innen aus Landwirtschaft und Naturschutzberatung konnten die Studierenden ihre Erfahrungen reflektieren, neue Perspektiven gewinnen und konkrete Ansätze für die zukünftige Praxis diskutieren.