Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Vilmer Frühlingswald

Blütenteppich im Vilmer Frühlingswald

Frühlingsblüher im Vilmer Wald

Vilm, 02.05.2019 Im Frühling, bevor sich die ersten zart grünen Blätter der Buchen und Eichen des Vilmer Waldes entfalten, vollzieht sich Jahr für Jahr ein märchenhaftes Wunder auf der kleinen Ostseeinsel. Unter den ersten wärmenden Strahlen der Frühlingssonne breitet sich auf dem Waldboden ein bezaubernder Blütenteppich aus. Zu dieser Zeit ist der Wald lichtdurchflutet, und die ersten emsigen Bestäuber summen auf der Suche nach Pollen und Nektar umher. Diesen kurzen Zeitraum, bevor die Blätter der Bäume den Wald angenehm kühl und schattig werden lassen, nutzen die Frühblüher für Ihre Reproduktion. Vorwiegend sind es die weißen Buschwindröschen (Anemone nemorosa), die den Blütenteppich prägen. Aber bei genauem Hinschauen entdeckt man z.B. auch Lerchensporn (Corydalis cava), Gelbe Buschwindröschen (Anemone ranunculoides), Veilchen (Viola riviniana), ein paar letzte Leberblümchen (Hepatica nobilis), die in der Regel noch früher als die Buschwindröschen blühen, und hier und da die ersten Waldmeisterblüten (Galium odoratum). Das Schauspiel dauert kaum mehr als zwei bis drei Wochen und lässt das Herz eines jeden Betrachters in Frühlingsverzücken höherschlagen. In diesem Frühling fiel der Blütenteppich jedoch nicht so üppig aus wie üblich. Gründe dafür könnten der trockene Sommer des vergangenen Jahres und das bisher recht trockene Frühjahr dieses Jahres sein. (Foto: Kathrin Bockmühl)

Letzte Änderung: 06.05.2019

 Artikel drucken