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Bundesamt für Naturschutz

Ausbau des Datenmanagements zur Digitalisierung mariner Biodiversitätsdaten am BfN (BioDig)

Meere
Monitoring
Digitalisierung
Das Vorhaben BioDig dient der Konsolidierung, Erweiterung und nachhaltigen Verstetigung der marinen Geodateninfrastruktur des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) für Biodiversitätsdaten der deutschen AWZ. Aufbauend auf dem Vorgängerprojekt werden Datenmodelle, automatisierte Workflows, Visualisierungen und EU-konforme Reportingprozesse weiterentwickelt und operationalisiert. Ziel ist die dauerhafte Sicherstellung einer qualitätsgesicherten, interoperablen Datenbereitstellung für nationale und europäische Berichtspflichten.
Programm
Vollzug des Naturschutzes in der AWZ der deutschen Nord- und Ostsee
Bundesland
Ausschließliche Wirtschaftszone
Laufzeit
bis
Förderkennzeichen
3523520300
Finanzvolumen (Bundesmittel)
800.140 Euro
Bild von Internetseite mit interaktiver Karte zum Thema Benthos und Biotope in Nord- und Ostsee
Kartenanwendung Benthos und Biotope
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Beschreibung

Hintergrund

Das BfN ist gemäß BNatSchG für das Monitoring der marinen Biodiversität in der deutschen AWZ zuständig. Zur Erfüllung dieser Aufgabe werden große, heterogene Datenmengen aus unterschiedlichen Monitoringprogrammen erhoben. Diese Daten unterliegen nationalen und europäischen Berichtspflichten, u. a. aus FFH-, Vogelschutz- und Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie. Das Vorgängerprojekt AWZ V hat zentrale technische Grundlagen für das digitale Datenmanagement geschaffen. Die bestehende Infrastruktur muss nun konsolidiert, erweitert und dauerhaft in den Regelbetrieb überführt werden. Neue Datenarten, etwa aus Fischmonitoring, Kohlenstoffspeicherung und Sensorik, erfordern angepasste Datenmodelle. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Automatisierung, Qualitätssicherung und Interoperabilität. Die EU-Kompatibilität der Datenformate gewinnt weiter an Bedeutung. Visualisierungen und WebGIS-Anwendungen müssen modernisiert und perspektivisch auf Open-Source-Lösungen ausgerichtet werden. Schulung, Dokumentation und Wissenstransfer sind notwendig, um die nachhaltige Nutzung im BfN sicherzustellen.

Projekt

Das Projekt gliedert sich in mehrere Komponenten:

  • Weiterentwicklung der marinen Dateninfrastruktur: FME-Workflows, Datenmodell-Erweiterung, Automatisierung von Import, QS und Export, Integration neuer Datenquellen, Dashboards.
  • Datenverfügbarmachung und Visualisierung: WebGIS-Anwendungen, OGC-Dienste, APIs, Geo-Storytelling, Performance-Optimierung, Schulungsmodule.
  • Reporting und EU-Kompatibilität: Automatisierte Natura-2000- und MSRL-Reports, EU-Mapping-Tools, Anbindung an MDI-DE und EMODnet, Übergabedokumentation.

Ausblick

Mit Abschluss des Vorhabens steht dem BfN eine robuste, skalierbare und EU-konforme Dateninfrastruktur für marines Biodiversitätsmonitoring zur Verfügung. Die Systeme sind so ausgelegt, dass zukünftige Berichtspflichten und neue Datentypen ohne grundlegende Systemwechsel integriert werden können. Damit wird eine langfristige fachliche und technische Handlungsfähigkeit im Meeresnaturschutz gesichert.
 

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Projektleitung

con terra GmbH

Förderung durch

Bundesamt für Naturschutz

Kontakt im BfN

Fachgebiet II 3.5 Monitoring mariner Biodiversität