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Bundesamt für Naturschutz

NatForWINSENT II: Umsetzung der Naturschutzforschung am Windtestfeld - Phase 1: Voruntersuchungen

Ressortforschungsplan
Erneuerbare Energien
Digitalisierung
Dieses Vorhaben umfasst die Zeit vor Errichtung der Forschungs-Windenergieanlagen und dient primär der Aufnahme von Basisdaten, die Grundlagen für spätere Vergleiche bieten sollen.
Programm
Ressortforschungsplan
Bundesland
Baden-Württemberg
Laufzeit
bis

Beschreibung

Im besonderen Fokus stehen der „Umsetzung der Naturschutzforschung am Windtestfeld“ stehen Maßnahmen zum Schutz windenergieempfindlicher Greifvogelarten, für die die Windenergienutzung eine potenzielle Gefährdung darstellt. Dies betrifft zum Beispiel den Rotmilan, der im Untersuchungsgebiet vorkommt. Die Naturschutzforschung am Windenergietestfeld an Land ist in zwei Phasen eingeteilt.

Bereits ab dem Jahr 2019 wurden mehrere Rotmilane mit GPS-Sendern ausgestattet. Hierüber werden ihre Bewegungen fortlaufend erfasst und ausgewertet. Parallel wurde ein Radargerät installiert, das den Luftraum des Testfeldgebiets kontinuierlich hinsichtlich Vogelbewegungen überwacht. Mit Hilfe einer Verschneidung der Bewegungsdaten mit den meteorologischen Daten wie Windgeschwindigkeit, Temperatur, Sichtweite u. a. aber auch der Erfassung von Landnutzungsaktivitäten sollen Abhängigkeiten der Aktivität der Vögel untersucht werden. Eine Frage, die verfolgt werden soll ist beispielsweise, ob sich Hinweise auf notwendige Abschaltzeiten zum Schutz der Rotmilane bezogen auf meteorologische Messdaten ergeben. 

Am zukünftigen Standort der zwei Windenergieanlagen wurden sogenannte Messmasten errichtet. Hier werden z. B. die akustischen Fledermausaktivitäten digital an unterschiedlichen Höhen einschließlich wichtiger Umweltparameter (Wind, Temperatur) dauerhaft erfasst. Für die dreidimensionale Erfassung der Flugbewegungen wird ein Stereo-Wärmebildkamerasystem eingesetzt. 

Zukünftig sollen aufwendige Schlagopfersuchen für Vögel und Fledermäuse durch automatisierte Verfahren ersetzt werden. Hierzu erfolgt im Vorhaben die Konzepterstellung eines spezifizierten Detektionssystems. Konzipiert werden soll ebenfalls eine automatisierte Erfassung der Insektenabundanz in verschiedenen Höhen mit Hilfe von Insekten-Fotofallen.

Weiteres

  • Lage: Schwäbische Alb

Projektleitung

Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW)

Weitere Beteiligte

Schweizerische Vogelwarte, Freiburger Institut für Angewandte Tierökologie GmbH (FrInaT), Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik GmbH (UMIT), Oekofor GbR, Fachbüro für ökologische Planungen, bio-scouting, Dr. Herbert Stark

Kontakt im BfN

Fachgebiet II 4.3 Naturschutz und Erneuerbare Energien
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