Biodiversitätsfußabdruck soll Auswirkungen von Produkten sichtbar machen
Ob Lebensmittel, Baustoffe oder Energie: Was wir konsumieren und produzieren, kann Auswirkungen auf die Biodiversität haben. Dabei entstehen Belastungen nicht nur direkt im Produktionsprozess. Auch Landnutzungen und internationale Lieferketten spielen eine Rolle. Umso wichtiger sind Ansätze die solche Zusammenhänge sichtbar machen und eine Grundlage für bewusste Entscheidungen schaffen.
Eine Möglichkeit ist ein Biodiversitätsfußabdruck. Er soll zeigen, welchen Einfluss ein Produkt oder eine Dienstleistung auf die biologische Vielfalt hat. Eine neue BfN-Schrift vergleicht dazu fünf bestehende Bewertungsmethoden aus der Ökobilanzierung und der Fußabdruckanalyse systematisch. Untersucht wurden Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Herausforderungen. Zusätzlich wurden die fünf Methoden anhand von drei konkreten Fallbeispielen aus den Bereichen Lebensmittel, Baustoffe und Energie praktisch getestet. So konnten die Forschenden vergleichen, wie gut sich die verschiedenen Ansätze anwenden lassen und welche Aussagen sie ermöglichen.
Auf dieser Grundlage formuliert die Studie Empfehlungen dafür, wie ein Biodiversitätsfußabdruck künftig gestaltet und eingesetzt werden kann. Gleichzeitig zeigt sie, dass weiterhin Wissens- und Methodenlücken bestehen, die bei der Deutung von Ergebnissen berücksichtigt werden müssen.
Die Veröffentlichung entstand im Rahmen des ReFoPlan-Vorhabens „Pri-o-biodiv – Ermittlung des ökologischen Fußabdrucks biodiversitätsrelevanter Produkte und Dienstleistungen“. Das Vorhaben wurde vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert