Regionalbüros bündeln Erfahrungen für natürlichen Klimaschutz beim Vernetzungstreffen
Als koordinierende Stellen in den Ländern unterstützen die Regionalbüros die Umsetzung des ANK. Sie vernetzen Akteure vor Ort und beschäftigen sich beispielweise mit Fragen zur Abstimmung des ANK mit fachlich angrenzenden Themenbereichen, Möglichkeiten der Vereinfachung von Antragsverfahren oder der mangelnden Flächenverfügbarkeit. Gemeinsam ist ihnen, dass sie Projekte des natürlichen Klimaschutzes voranbringen, die einen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele im Landnutzungssektor leisten.
Die Arbeit der Regionalbüros unterscheidet sich je nach Land deutlich. Flächenländer mit großen Moorflächen haben beispielsweise andere Voraussetzungen und Herausforderungen als urban geprägte Stadtstaaten. Entsprechend sind manche Regionalbüros breit aufgestellt, während andere Schwerpunkte auf einzelne Handlungsfelder des ANK legen.
Dabei ist bereits viel entstanden: Die Regionalbüros fördern den Wissensaustausch über Best Practice Beispiele und bringen Akteure zum Beispiel in Exkursionen zu ANK-Projekten, Praxiseinsätzen und Veranstaltungen – von kleineren Formaten bis hin zu Fachtagungen mit mehr als 100 Teilnehmenden - zusammen. Sie bringen den natürlichen Klimaschutz in Landesstrategien und Schutzgebietsausweisungen ein und beraten Kommunen, Landwirt*innen und weitere Akteure. In den vergangenen Monaten haben sie unter anderem Skizzeneinreichungen für das Förderprogramm „Auenrenaturierung an Fließgewässern“ und für die Leuchtturmregionen zur Wiedervernässung von Mooren begleitet. Zudem haben sie Möglichkeiten zur Kombination der Landesförderung mit der Förderrichtlinie „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ erschlossen, eine Podcast-Reihe gestartet und eine Paludi-Roadshow geplant.
Deutlich wurde auch: Natürlicher Klimaschutz braucht gute Kommunikation. Flächenkonkurrenzen und andere Nutzungskonflikte können die Umsetzung erschweren. Die Regionalbüros übernehmen deshalb eine wichtige koordinierende Rolle: Sie bringen Beteiligte zusammen, klären Fragen und unterstützen dabei, Vorhaben auf den Weg zu bringen.
Hintergrund
Mit dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) will das Bundesumweltministerium den allgemeinen Zustand und die Widerstandsfähigkeit der Ökosysteme in Deutschland deutlich verbessern und so ihre Resilienz und Klimaschutzleistung stärken. Das ANK kann in der Fläche jedoch nur wirken, wenn die Akteur*innen in den Ländern über den Natürlichen Klimaschutz informiert sind. Wissen über Ziele, Möglichkeiten und Besonderheiten des Natürlichen Klimaschutzes sind die Voraussetzung, damit entsprechende Maßnahmen wirksam in den Regionen umgesetzt werden können. Die Regionalbüros spielen hier eine zentrale Rolle. Sie beraten zu landesspezifischen Themenfeldern und Herausforderungen, möglichen Förderungen, stellen Fachinformationen bereit, und fördern die Akzeptanz zu Maßnahmen des Natürlichen Klimaschutzes.
Die Bundesländer haben eine Verwaltungsvereinbarung zur Einrichtung von Regionalbüros unterzeichnet und alle 16 Regionalbüros haben inzwischen ihre Arbeit aufgenommen. Weitere Informationen zu den ANK-Regionalbüros finden Sie auf der Webseite des KNK.