BfN mit dem „CMS Champions Award“ geehrt
Bereits 2024 war das BfN auf der CMS-Konferenz in Samarkand für seine Arbeit geehrt worden. Die erneute Auszeichnung unterstreicht die zentrale Rolle Deutschlands bei der internationalen Zusammenarbeit zum Schutz gefährdeter Arten in Zentralasien.
Hintergrund ist die zunehmende Bedrohung wandernder Wildtierarten in den Steppen und Halbwüsten der Region. Faktoren wie Infrastrukturausbau, Grenzsicherungen, Rohstoffgewinnung, Lebensraumverlust und Wilderei setzen Arten wie der Saiga-Antilope, dem Schneeleoparden, dem Kulan oder dem Baktrischen Kamel stark zu.
Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, verabschiedeten die Vertragsstaaten des Bonner Abkommens bereits 2014 die Central Asian Mammals Initiative (CAMI). Ziel ist der Erhalt der biologischen Vielfalt, der Schutz wichtiger Lebensräume sowie die Sicherung von Wanderkorridoren.
Das BfN engagiert sich seit vielen Jahren und veranstaltet regelmäßig Expertentagungen an der Internationalen Naturschutzakademie auf der Insel Vilm. Die Kooperation gilt zugleich als wichtiger Beitrag zur Erfüllung internationaler Verpflichtungen Deutschlands im Naturschutz sowie zur Zusammenarbeit mit Staaten Zentralasiens.
Die Auszeichnung wurde am 23. März 2026 am Rande der 15. Vertragsstaatenkonferenz des CMS (COP15) in Brasilien verliehen.