Environmental Education for everyone
Environmental Education for everyone – Entwicklung, Durchführung und Verbreitung von Umweltbildung im Ballungszentrum Rhein-Main-Gebiet
FKZ 3523894024
Hintergrund
Obwohl Themen wie Biodiversität und Nachhaltigkeit gesellschaftlich stark präsent sind, bleiben sie bislang im Schulkontext noch unzureichend verankert. Hier setzt das Projekt an, indem es anschlussfähige Bildungsangebote an ganz unterschiedlichen außerschulischen Lernorten entwickelt und in der gesamten Bildungskette implementiert.
Projekt
Das Projekt „Environmental Education for everyone (E24e)“ verfolgt das Ziel, Umweltbildung an Schulen, Universitäten, Studienseminaren sowie in der Zivilgesellschaft langfristig stärker zu verankern. Ausgangspunkt ist die Notwendigkeit, neben Fachwissen insbesondere auch Interesse, Einstellungen und Naturverbundenheit zu stärken, um zentrale Kompetenzen im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu fördern.
Maßnahmen
Zentrales Element sind vier außerschulische Lernorte, die das Kennenlernen, den Schutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt aus verschiedenen Perspektiven in den Fokus stellen: Naturkundemuseum, Botanischer Garten, Zoo und Wald. Verortet ist das Projekt im Rhein-Main-Gebiet in Hessen, Kooperationspartner sind das Senckenberg Naturkundemuseum Frankfurt, der Schul- und Wissenschaftsgarten der Goethe-Universität Frankfurt, der Opel-Zoo Kronberg und Hessen Forst. Aufgrund der räumlichen Nähe zu den benachbarten Bundesländern Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg werden die Teilnahmemöglichkeiten an den örtlichen Bildungsangeboten auch über Hessen hinaus beworben.
Durch die enge Verzahnung zwischen Schule, Hochschule und den Lernorten werden thematisch, methodisch und anwendungsbezogen vielfältige, innovative Bildungsangebote für unterschiedliche Klassenstufen verschiedener Schularten entwickelt, erprobt und in bestehende Strukturen integriert. Gemäß einer Bildung für nachhaltige Entwicklung wird die Bandbreite dabei beispielsweise Beobachtungs- und Untersuchungsaufträge, Anschauungsmaterial und aktivierende Mitmachangebote umfassen mit sowohl spielerischen als auch formalen, digitalen und analogen Herangehensweisen, die eine Integration und Inklusion in der Schullandschaft unterstützen. Parallel dazu werden für Lehramtsstudierende, ReferendarInnen, Lehrkräfte und zivilgesellschaftliche Akteure Lehrveranstaltungen und Fortbildungen konzipiert und durchgeführt.
Mehrtägige „Summer Schools on Teaching Biodiversity“, Publikationen und Tagungsbeiträge, die Erstellung einer Open-Access-Lernplattform zur Ermöglichung einer ortsunabhängigen Anwendbarkeit, aber auch der Aufbau von Kooperationen mit anderen Lernorten in Deutschland sorgen für eine bundesweite Strahlkraft der Projektergebnisse.
Erwartet wird eine Integration der entwickelten Bildungsprogramme in die Bildungsarbeit der beteiligten Institutionen sowie deren breite Nutzung durch Schulen, Hochschulen und außerschulische Akteure. Zugleich wird eine Verbesserung von Wissen, Interessen, Einstellungen und Handlungskompetenzen der Teilnehmenden im Bereich Biodiversität angestrebt.