Mehr Raum für Flüsse und Auen: neues Förderprogramm gestartet
Gefördert werden unter anderem der Ankauf von Flächen, das Aufbaggern von bisher abgeschnittenen Gewässerarmen (Altarmen) sowie der Um- oder Rückbau von Deichen und Drainagen, die die Landschaft künstlich austrocknen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Auen als natürliche Wasserspeicher zu stärken, Hochwasser besser abzufedern, die Wasserqualität zu verbessern und Kohlenstoff zu binden. Zugleich sollen die Auen für Menschen besser zugänglich werden und eine echte Aufenthaltsqualität bieten, wodurch wiederum das Bewusstsein für die Bedeutung naturnaher Flusslandschaften gestärkt werden soll.
Das Programm richtet sich an Auenflächen kleinerer Fließgewässer außerhalb der Bundeswasserstraßen. Antragsberechtigt sind unter anderem Stiftungen und Vereine, Wasser- und Bodenverbände, Kommunen und Landesbehörden. Ab dem 1. Mai können Projektskizzen bei der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft gGmbH (ZUG) eingereicht werden, die das Programm im Auftrag des BMUKN betreut.
Hintergrund
Mit dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) leistet Deutschland einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der allgemeinen Zustände unserer Ökosysteme und zur Stärkung ihrer Klimaschutzleistungen. Unter dem ANK werden verschiedene Maßnahmen gebündelt, die den Schutz von Klima und Natur verbinden. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) koordiniert die Umsetzung von Fördermaßnahmen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern wie Projektträgern, Förderbanken, Bundesländern und weiteren Fachinstitutionen.