Technik trifft Naturschutz: Projekt für sichere und artenreiche Gärten
Mähroboter werden häufig täglich, in der Nacht und unbeaufsichtigt eingesetzt. Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass es bislang noch keine Mähroboter-Modelle gibt, die Igel oder andere Lebewesen nachweislich sicher vor einem Zusammenstoß erkennen. So gibt es aktuell entsprechend kein Modell, das als wildtiersicher eingestuft werden kann. Dies birgt eine große Gefahr für gartenbewohnende Arten wie Igel, Amphibien, Reptilien und Wirbellose. Insbesondere der dämmerungs- und nachtaktive Igel ist betroffen. Denn Igel verharren bei Gefahr und rollen sich ein. Die Folge sind ernsthafte oder tödliche Verletzungen.
Mähroboter nur tagsüber zu benutzen, hilft den nachtaktiven Igeln zwar, reicht aber nicht aus. So ist es Ziel des Projekts, eine technische Richtlinie zu entwickeln, mit der Hersteller künftig objektiv nachweisen können, ob ihre Geräte Igel zuverlässig erkennen und vor Verletzungen schützen. Diese soll in einem Gremium mit Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft, Technik, Wildtierschutz und Behörden gemeinsam bis Mitte 2027 erarbeitet werden.