Öffnet eine externe Seite Link zur Startseite

Bundesamt für Naturschutz

Nachhaltigkeit im Einkaufskorb: Wie Verbraucher die Artenvielfalt schützen können

Gemeinsame Pressemitteilung mit TRAFFIC
Presse
CITES
Arten
26.02.2026
Bonn
Ob in Süßwaren, Kosmetika, Arzneimitteln oder Getränken – viele alltägliche Produkte enthalten Inhaltsstoffe aus Wildpflanzen. Doch nicht immer werden diese der Natur auf nachhaltige Weise entnommen. Eine neue Studie des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) und der Naturschutzorganisation TRAFFIC zeigt, wie Verbraucher durch bewusste Kaufentscheidungen den Erhalt wertvoller Pflanzenarten und Lebensräume fördern können.
Junge Männer sorgen für den Weitertransport von Paranüssen per Boot auf einem Fluss
Weitertransport von Paranüssen per Boot auf einem Fluss. Paranüsse werden ausschließlich wildgesammelt.

Der Bericht „Nachhaltigkeit im globalen Handel mit Wildpflanzen: Die Rolle Deutschlands und Handlungsmöglichkeiten für deutsche Marktteilnehmende“ ist im Rahmen des Vorhabens „Stakeholder-Studie und Zielgruppenkonsultation zum Handel mit Medizinal- und Aromapflanzen in Deutschland“ entstanden und wurde jetzt, im Vorfeld des diesjährigen Welttages des Artenschutzes veröffentlicht. Dieser widmet sich 2026 den Aroma- und Medizinalpflanzen und deren besonderer Bedeutung für den Menschen.

„Wer Paranüsse, Sheabutter oder Süßholzwurzel kauft und damit Inhaltsstoffe oder Produkte aus Wildpflanzen nutzt, ist sich oft nicht bewusst, dass Wildsammlung auch negative Folgen für die Natur und die Menschen vor Ort haben kann. Umfangreiches Informationsmaterial, wie es ein Projekt zum Handel mit Heil- und Aromapflanzen entwickelt hat, unterstützt ab sofort - passend zum World Wildlife Day - Verbraucherinnen und Verbraucher bei ihrer Kaufentscheidung", erklärt BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm.

Die Studie betont, dass nachhaltige Wildsammlung nicht nur die Artenvielfalt schützt, sondern auch soziale und wirtschaftliche Vorteile für die Herkunftsregionen und die beteiligten Menschen und Unternehmen bietet. „Als Verbraucherinnen und Verbraucher können wir durch den gezielten Kauf von zertifizierten Produkten direkten Einfluss auf die Lieferketten nehmen und die Zukunft dieser Pflanzen sichern und so einen Unterschied machen“, sagt Stephanie von Meibom, Projektleiterin bei TRAFFIC. 

Immer mehr Verbraucher*innen legen Wert auf nachhaltige Produkte. Zertifizierungen wie das FairWild-Siegel bieten die Sicherheit, dass Wildpflanzenrohstoffe verantwortungsvoll gesammelt wurden. Mit einem Blick auf die Verpackung können Verbraucherinnen und Verbraucher so sicherstellen, dass ihr Einkauf einen positiven Beitrag für die Natur und für die Sammlergemeinschaften leistet.

Die Studie gibt praktische Tipps, wie Verbraucher*innen nachhaltige Entscheidungen treffen können:

  • Achten Sie auf Zertifikate wie FairWild oder andere Nachhaltigkeitssiegel.
  • Unterstützen Sie Marken, die transparente und nachhaltige Lieferketten fördern.
  • Informieren Sie sich über die Herkunft der Inhaltsstoffe in Ihren Lieblingsprodukten.

Die bewusste Nachfrage nach nachhaltigen Produkten stärkt auch den Markt für biodiversitätserhaltende Alternativen und zeigt Unternehmen, dass Verbraucher*innen Verantwortung erwarten.

weiterführender Inhalt

Kontakt im BfN

Bundesamt für Naturschutz
Referat Strategische Planung und Kommunikation
0228 8491-4444
Konstantinstraße 110, 53179 Bonn
Zurück nach oben