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Bundesamt für Naturschutz

Artenhilfsprogramm Großtrappe – Schutz der Metapopulation und ihrer Lebensräume in Deutschland

Nationales Artenhilfsprogramm
Die Großtrappe ist eine der seltensten Vogelarten Deutschlands. Das Projekt stärkt die Großtrappenbestände in Deutschland, verbessert ihre Lebensräume und sichert die Vernetzung der Vorkommen.
Bundesland
Brandenburg
Sachsen-Anhalt
Zuständiges Fachgebiet
Fachgebiet II 1.1 Zoologischer Artenschutz
Laufzeit
01.04.2026 - 31.1.2033
Lage
Havelländisches Luch, Belziger Landschaftswiesen, Fiener Bruch, Zerbster Land
Finanzvolumen
6.437.541 €
Mehrere Großtrappen im extensiv genutztem Grünland
Die Großtrappe braucht offene, steppenartige Landschaften mit extensiv genutztem Grünland und Ackerflächen.

Schutzmaßnahmen für die Großrappe

FKZ 3525AHP014

Hintergrund

Die Großtrappe ist eine Ikone der offenen Kulturlandschaft und zugleich eine der seltensten Vogelarten Deutschlands. Ihr Bestand brach von rund 4.000 Tieren in den 1940er Jahren auf nur 57 Mitte der 1990er Jahre zusammen. Dank jahrzehntelanger Schutzarbeit leben heute wieder etwa 300 Großtrappen in Deutschland, doch die Art bleibt hoch bedroht. Intensivere Landnutzung, Verluste durch Prädation, der Ausbau von Windenergie und große Freiflächen-Photovoltaikanlagen setzen Lebensräume und Vernetzung weiter unter Druck. Das Projekt stärkt deshalb Schutz, Lebensraum und Zukunft dieser Verantwortungsart und leistet einen wichtigen Beitrag zur biologischen Vielfalt.

Projekt

Die Großtrappe ist eine der seltensten und am stärksten gefährdeten Vogelarten Deutschlands. Trotz großer Erfolge des Artenschutzes ist die heutige Population mit rund 300 Tieren weiterhin nicht selbstragend. Das Projekt soll den Erhaltungszustand der Art in Deutschland deutlich verbessern. Dazu werden die bestehenden Vorkommen im Havelländischen Luch, in den Belziger Landschaftswiesen und im Fiener Bruch stabilisiert und weiterentwickelt sowie im Zerbster Land eine vierte Teilpopulation aufgebaut.

Im Mittelpunkt stehen eine intensive Gebietsbetreuung, das Monitoring der Bestände, der Schutz von Brutplätzen und Jungvögeln, die Aufwertung der Lebensräume und die enge Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben, Behörden und weiteren Partnern. Geplant sind unter anderem die Schaffung von Brachen und Blühstreifen, die Verbesserung störungsarmer Rückzugsräume, ein gezieltes Prädationsmanagement, der Bau weiterer raubwildsicherer Schutzzäune sowie begleitende Öffentlichkeitsarbeit. Parallel werden gefährdete Gelege gesichert, Jungvögel aufgezogen und ausgewildert, bis sich die Bestände langfristig aus eigener Kraft tragen können.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der besseren Vernetzung der vier Teilpopulationen und auf der Sicherung ihrer Lebensräume auch außerhalb enger Schutzgebietsgrenzen. Auf rund 90.700 Hektar Projektfläche in Brandenburg und Sachsen-Anhalt trägt das Vorhaben damit nicht nur zum Schutz der Großtrappe bei, sondern stärkt auch die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft insgesamt.

Ausblick

In den kommenden Jahren werden die Maßnahmen in den vier Projektgebieten weiter umgesetzt und gezielt ausgebaut. Im Mittelpunkt stehen die Stabilisierung und Vernetzung der Teilpopulationen, die Verbesserung des Bruterfolgs sowie die dauerhafte Sicherung geeigneter Lebensräume. Langfristig soll so eine stabile, möglichst selbsttragende Großtrappenpopulation in Deutschland entwickelt werden. Davon profitieren zugleich weitere gefährdete Arten der Agrarlandschaft.

Zuwendung (bestimmt) für

Förderverein "Großtrappenschutz" e.V.
Buckower Dorfstr. 34, 14715 Nennhausen
033878 60194

Förderung durch

Bundesamt für Naturschutz mit Fördermitteln aus dem Nationalen Artenhilfsprogramm

Kontakt

Programmbüro Nationales Artenhilfsprogramm
Heinrich-Konen-Str.1, 53227 Bonn
0228 3821-1809
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