Ausstellung und Broschüre zu Ramsar-Gebieten vorgestellt
Feuchtgebiete sind Lebensräume mit beeindruckender Artenvielfalt. Sie speichern und reinigen Wasser, schützen vor Dürren und Hochwassern und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Mit dem Beitritt zur internationalen Ramsar-Konvention vor 50 Jahren hat sich Deutschland dazu verpflichtet, diese besonderen Ökosysteme zu schützen und nachhaltig zu nutzen.
Die Ausstellung und die Broschüre laden Interessierte ein, die Vielfalt der deutschen Feuchtgebiete internationaler Bedeutung (Ramsar-Gebiete) zu entdecken und zeigen, warum ihr Schutz wichtiger ist denn je.
Vom 05. bis 26. März wird die Ausstellung im Informationszentrum Rieselfeldhof zu sehen sein. Die ehemaligen Abwasser-Verrieselungsflächen der Stadt Münster bilden ein Mosaik aus Teichen, Wiesen und Schilfzonen. Sie verdeutlichen den wertvollen Beitrag, den auch menschengemachte Feuchtgebiete zum Artenschutz leisten können.
Nach ihrem Debüt in den Rieselfeldern wird die Ausstellung in weitere Ramsar-Gebiete reisen. Ab April ist sie in der VHS Günzburg im Gebiet Donauauen und Donaumoos zu sehen. Im Mai und Juni folgt eine Station im Haus der Flüsse im Biosphärenreservat und Ramsar-Gebiet Mittelelbe.
Begleitend zur Ausstellungseröffnung stellte das BfN die Ramsar Konvention und ihre Umsetzung in Deutschland vor. Zudem berichtete der deutsche Ramsar-Jugendvertreter über junges Engagement im Feuchtgebietsschutz. Die Teilnehmenden erhielten außerdem Einblicke in die Geschichte und Zukunft der Rieselfelder. Zum Abschluss würdigte die Bürgermeisterin der Stadt Münster den Initiator der Biologischen Station mit einer Anerkennung für sein Engagement.
Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einer Exkursion in das Gebiet der Rieselfelder, bei dem auch die Uferschnepfe und der Austernfischer entdeckt wurden.