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Bundesprogramm "Blaues Band Deutschland"

Bundesprogramm Blaues Band Deutschland

Blick auf die Elbe mit naturnahen Ufern bei Magdeburg

Deutschlands Wasserstraßen sollen wieder naturnäher werden! Das ist das Ziel des Bundesprogramms „Blaues Band Deutschland“ (BBD), einer gemeinsamen Initiative von Bundesverkehrsministerium (BMVI) und Bundesumweltministerium (BMU).

Das in Deutschland weit verzweigte Netz von Wasserstraßen wurde über Jahrhunderte intensiv genutzt und durch den Ausbau von Flussläufen und den Neubau von Verbindungskanälen verändert. Mittlerweile haben sich die Anforderungen an die deutschen Wasserstraßen jedoch gewandelt. Insbesondere an den zahlreichen Nebenwasserstraßen auf denen kaum noch Fracht transportiert wird, die aber für Naturerleben, Freizeit und Erholung von Bedeutung sind, eröffnet eine bedarfsgerechte Anpassung der vorhandenen Infrastrukturen neue Spielräume für naturnahe Entwicklungen. Darüber hinaus werden auch im Kernnetz der Bundeswasserstraßen Renaturierungsprojekte verwirklicht, wenn sie mit den verkehrlichen Zielen vereinbar sind. Mit dem BBD werden so neue Akzente im Natur- und Gewässerschutz gesetzt und gleichzeitig Beiträge zur Entwicklung ländlicher Räume, zur Erhöhung der Attraktivität für Erholungssuchende und Wassersportler und zur Hochwasservorsorge geleistet. Das Bundesprogramm soll bis zum Jahr 2050 in wesentlichen Teilen umgesetzt sein.

Die Umsetzung

Das BBD liegt in der gemeinsamen Federführung von BMVI und BMU. Zentrales Ziel ist es, entlang der Bundeswasserstraßen einen Biotopverbund von nationaler Bedeutung aufzubauen. Damit Fluss, Ufer und Aue  ganzheitlich betrachtet und entwickelt werden können und um darüber hinaus auch den verschiedenen Nutzungsansprüchen an Bundeswasserstraßen gerecht zu werden, wird das Bundesprogramm im engen Dialog mit verschiedenen Akteuren umgesetzt:

 

Umsetzung im Rahmen des "Förderprogramms Auen"

Über das "Förderprogramm Auen" des Bundesumweltministeriums können z.B. Vereine, Verbände, Kommunen und andere Institutionen Zuwendungen beantragen, um BBD-Projekte umzusetzen. So können auch Auenflächen, die sich nicht im Bundeseigentum befinden, eingebracht und im Sinne des BBD entwickelt werden. Die Betreuung und Abwicklung von Projekten aus dem Förderprogramm Auen übernimmt das BfN. Weitere Informationen zur Förderrichtlinie und zur Antragstellung im Förderprogramm Auen finden Sie hier

 

Umsetzung durch die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV)

Als Eigentümerin der Bundeswasserstraßen wird sich die WSV im BBD gemeinsam mit dem BfN und den weiteren Partnern für die Schaffung eines Biotopverbundes von nationaler Bedeutung im Einklang mit der schifffahrtlichen Nutzung engagieren. Projektvorschläge, die schwerpunktmäßig die naturnahe Entwicklung der Wasserstraße und ihrer Ufer zum Ziel haben, können durch die Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter umgesetzt werden. Dabei werden Projektvorschläge, die mit Vorhaben in der Aue gekoppelt werden können, z.B. im Rahmen des Förderprogramms des BfN, bevorzugt umgesetzt. Derzeit werden die notwendigen rechtlichen Grundlagen und Ressourcen geschaffen, damit die WSV diese neuen Aufgaben wahrnehmen kann. Im Vorgriff auf das Bundesprogramm hat die WSV bereits mit der Umsetzung von Modellprojekten begonnen.

 

Einbeziehung der Flächen des Bundes durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)

Auch bundeseigene Flächen in den Auen werden in die Umsetzung des Bundesprogramms einbezogen. Die BImA wird durch die Bundesforstbetriebe der Fachsparte Bundesforst, im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrages zur naturschutzfachlichen Betreuung von Bundesliegenschaften oder zusätzlich durch Beauftragung auf sonstigen Flächen, Maßnahmen im Sinne des BBD unterstützen und umsetzen.  

 

Die Kulisse

Bundesweite Übersichtskarte der zum BBD zugehörigen Bundeswasserstraßen und Auen

Renaturierungsaktivitäten können im Rahmen des BBD nur umgesetzt werden, wenn sie innerhalb der BBD-Kulisse liegen. Zur Kulisse gehören alle freifließenden und staugeregelten Flüsse der Bundeswasserstraßen im Binnen- und Tidebereich einschließlich ihrer Auen. Soweit für die Etablierung des Biotopverbundes notwendig, können auch Flächen, die an die Aue anschließen berücksichtigt werden. Weiterhin gehören die naturnahen Verbindungskanäle einschließlich ihrer seeartigen Erweiterungen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zur Kulisse. 

Eine hoch aufgelöste Übersichtskarte der Kulisse des Blauen Bandes kann hier aufgerufen werden.

Weiterführende Links

Zentrale Homepage des BBD

Hier finden Sie die gemeinsame Homepage von BMU und BMVI, auf der Sie alle Informationen zu den Hintergründen, den Zielen und den verschiedenen Akteuren des BBD nachlesen können.

Logo "Blaues Band"

Homepage des BMU

Hier finden Sie Informationen des Bundesumweltministeriums zum BBD

Downloads

Broschüren, Filmmaterial und Studien zum BBD können Sie hier herunterladen

Titelblatt der Broschüre zum Kabinettsbeschluss des Bundesprogramms "Blaues Band Deutschland"